Spionage-Bombe bei der Nato: Hochrangiger Offizier festgenommen

In Griechenland wurde der hochrangige Offizier Ch. F. der Luftwaffe wegen Spionage festgenommen. Er soll Nato-Geheimnisse an China weitergegeben und versucht haben, weitere Militärs zu rekrutieren.

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Nato-Offizier im Visier - Spionage-Verdacht eskaliert. (Foto) Suche
Nato-Offizier im Visier - Spionage-Verdacht eskaliert. Bild: AdobeStock/ MoiraM
  • Verdächtigter Oberst soll streng geheime Nato-Daten weitergegeben haben
  • Ermittlungen liefen monatelang, Überwachung durch griechischen Nachrichtendienst EYP
  • Bei Festnahme wurden Geräte und Software sichergestellt, weitere Festnahmen möglich

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Ein Offizier der griechischen Streitkräfte mit Zugang zu Nato-Informationen soll geheime Daten gesammelt und weitergegeben haben. Die Ermittlungen laufen seit Monaten.

In Griechenland haben Ermittler laut "Bild" am Donnerstag den hochrangigen Offizier Ch. F. von der Luftwaffe festgenommen. Dem Oberst (Group Captain, Nato-Code OF-5) wird vorgeworfen, sensible militärische Informationen an Dritte weitergegeben zu haben. Medienberichten zufolge sollen darunter auch streng geheime Nato-Daten an China gelangt sein. Laut offiziellen Angaben aus Athen könnte der Verdächtige Teil eines Spionagenetzwerks gewesen sein. Über mehrere Monate hinweg wurde Ch. F. beobachtet, bevor er auf einem Militärgelände festgenommen wurde. Zudem soll er versucht haben, weitere Angehörige der Streitkräfte für die Weitergabe vertraulicher Informationen zu rekrutieren.

Festnahme von hochrangigem Offizier wegen Spionageverdachts

Wie der griechische Generalstab mitteilte, liegen eindeutige Hinweise auf strafbare Handlungen nach dem Militärstrafgesetzbuch vor. Demnach soll der Beschuldigte geheime Informationen von militärischer Bedeutung gesammelt und an Dritte weitergegeben haben. Dadurch könnten nationale Interessen gefährdet worden sein, heißt es vom Generalstab.

Zugang zu Nato-Informationen

Nach Angaben aus Militärkreisen handelt es sich um einen Kommandeur einer Einheit mit Zugang zu sensiblen Nato-Informationen aus dem Bereich der Luftwaffe. Nach unbestätigten Berichten griechischer Medien soll der Offizier die Daten an eine Großmacht übermittelt haben, die als wichtigster strategischer Rivale der USA gelte.

Ermittlungen seit Monaten

In die Ermittlungen sei auch der griechische Nachrichtendienst EYP eingebunden, berichtete der griechische Rundfunk unter Berufung auf Regierungskreise. Demnach hatten sowohl das Verteidigungsministerium als auch der Geheimdienst bereits vor Monaten erste Hinweise auf die mutmaßlichen Taten des Offiziers erhalten. Die Festnahme sei beschleunigt worden, nachdem Umfang und Sensibilität der übermittelten Informationen zuletzt zugenommen hätten.

Versuch der Anwerbung weiterer Personen

Zudem soll der Beschuldigte Medienberichten zufolge versucht haben, weitere Personen für die Weitergabe vertraulicher Informationen zu gewinnen. Bei Durchsuchungen hätten die Ermittler technische Geräte und spezielle Software sichergestellt, die zur Übermittlung der Daten genutzt worden sein sollen. Weitere Festnahmen schließen die Behörden demnach nicht aus.

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