Donald Trump: "Ich reiße es nicht ab!" Trump sorgt mit Kennedy-Center-Plan für Empörung
Donald Trump knöpft sich das nächste Wahrzeichen vor: Das berühmte Kennedy Center soll für Jahre schließen und für Millionen umgebaut werden. Kritiker sprechen von Größenwahn, Kulturkampf und Ego-Projekt.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Trump will das Kennedy Center bis zu zwei Jahre schließen
- Geplant ist eine 200-Millionen-Dollar-Renovierung mit Marmor, Stahl und Technik
- In sozialen Netzwerken hagelt es Spott, Kritik und Abriss-Vorwürfe
Donald Trump nimmt das nächste Wahrzeichen in Washington ins Visier: Der US-Präsident will das John F. Kennedy Center for the Performing Arts für rund zwei Jahre schließen und für etwa 200 Millionen Dollar aufwendig renovieren lassen. Das gab der 79-Jährige am Montag (02.02.2026) im Oval Office bekannt. Der US-Präsident bezeichnete das berühmte Kulturzentrum als "heruntergekommen", "verfallen" und "irgendwie gefährlich". Ein Abriss des Gebäudes sei jedoch nicht geplant. "Ich reiße es nicht ab", erklärte Trump gegenüber Journalisten. "Ich werde den Stahl nutzen. Wir verwenden also die Struktur." Die Schließung bedarf noch der Zustimmung des Vorstands, dessen Vorsitzender Trump höchstpersönlich ist. Das Gremium wird mittlerweile größtenteils von seinen Verbündeten geführt.
"Man kann keine Arbeiten durchführen" - US-Präsident sieht keine Alternative zur Komplettschließung
Trump begründete die Entscheidung mit dem desolaten Zustand des Gebäudes. Er habe sich Zeit genommen, die Situation zu bewerten, bevor er das Ausmaß der Arbeiten festlegte. "Man will eine Weile mit etwas sitzen, bevor man entscheidet, was man tun möchte", sagte er. Der laufende Veranstaltungsbetrieb mache sinnvolle Reparaturen unmöglich. "Man kann keine Arbeiten durchführen, weil ständig Leute ein- und ausgehen", erklärte der Präsident. Während der Renovierung soll die Stahlkonstruktion des Gebäudes freigelegt und vollständig überprüft werden. Trump versprach den Einsatz erstklassiger Materialien. "Wir verwenden Marmor höchster Qualität, das Beste von allem", betonte er. Das Projekt sei vollständig finanziert, und das Center werde in deutlich verbessertem Zustand wiedereröffnen.
Spott und Wut im Netz: "Vergeltungsmaßnahme für Trumps Ego"
In den sozialen Netzwerken sorgt die Ankündigung von Donald Trump für Verwirrung:
- "Trump schwört, den 'Stahl' eines Denkmals aus Carrara-Marmor zu verwenden? Seine 200-Millionen-Dollar-Fantasie steht im Widerspruch zum 37,2-Millionen-Dollar-Budgetantrag seiner Regierung – und entlarvt diese 'Revitalisierung' als Vergeltungsmaßnahme nach künstlerischen Abwanderungen. Typisch Trump: Er verwirft kulturelle Substanz, um hohle Denkmäler für sein Ego zu errichten", schreibt ein X-Nutzer.
- "Hat der Kongress bei diesem Unsinn nichts zu sagen? Er wird einfach ein weiteres Gebäude abreißen, das ihm nicht gehört und von historischer Bedeutung ist?", heißt es in einem Tweet.
- "Trump hat den Ruf des Kennedy Centers komplett ruiniert, also reagiert er nun mit Wut und zerstört es buchstäblich", meint ein anderer X-Nutzer.
- "Also reißt er es ohne Zustimmung des Kongresses ab. Das ist lächerlich", ist in einem weiteren Tweet zu lesen.
- "Er sagte auch, dass er den Ostflügel nicht abreißen würde... also ja", schreibt ein X-Nutzer.
- "Wie kann man Stahl aus einem Bauwerk verwenden, ohne es 'abzureißen'?", heißt es in einem Tweet.
- "Also noch mehr verschwendetes Geld, ohne jeden verdammten Grund, außer um Trumps zerbrechliches Ego zu streicheln", meint ein anderer X-Nutzer.
- "Das scheint eine gute Nutzung seiner Zeit und Konzentration zu sein. Im Moment passiert sonst nicht viel in der Welt", ist in einem weiteren Tweet zu lesen.
Trump revidiert frühere Ankündigung
Noch im Oktober hatte der Präsident in einem Social-Media-Beitrag erklärt, das Kennedy Center könne während der Bauarbeiten geöffnet bleiben. Diese Einschätzung hat er nun korrigiert. "Ich dachte, vielleicht gibt es einen Weg, es gleichzeitig zu machen, aber den gibt es wirklich nicht", räumte Trump ein. Nach Abschluss der Renovierung werde das Gebäude wie neu erstrahlen. "Wenn es öffnet, wird es brandneu und wunderschön sein", versprach der Präsident. Neben den strukturellen Arbeiten und der Verwendung hochwertiger Materialien kündigte Trump auch neue Heizungs- und Klimaanlagen als Teil des umfassenden Umbaus an.
Trumps Kulturkampf um Washingtons Wahrzeichen
Die Renovierung des Kennedy Centers reiht sich in eine Serie von Umgestaltungsprojekten ein, die Trump seit seiner Rückkehr ins Präsidentenamt vorantreibt. Der Kongress hatte das Kulturzentrum einst als lebendiges Denkmal für den demokratischen Präsidenten John F. Kennedy eingerichtet. Trumps Entscheidung, die bisherige Führung des Centers zu entlassen und seinen eigenen Namen dem Gebäude hinzuzufügen, löste eine Welle von Absagen aus. Zahlreiche Künstler und Kulturorganisationen zogen ihre geplanten Auftritte zurück.
Das Kennedy Center ist nicht das einzige Bauprojekt des Präsidenten in der Hauptstadt. Trump hat bereits den Ostflügel des Weißen Hauses abreißen lassen und ein 400-Millionen-Dollar-Ballsaal-Projekt gestartet. Zudem plant er einen Triumphbogen nahe der Arlington Bridge sowie Veränderungen am Washington Dulles International Airport.
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