Marjorie Taylor Greene: MAGA ist "eine große Lüge fürs Volk" - Ex-Trump-Vertraute packt aus
Jahrelang kämpfte sie bedingungslos für Donald Trump, jetzt rechnet Marjorie Taylor Greene brutal mit ihm ab. In einem Interview spricht die frühere Kongressabgeordnete von Lügen, Korruption und einem System, das nicht den Amerikanern dient. Der Bruch mit MAGA ist endgültig.
Von news.de Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Marjorie Taylor Greene wirft Trump systematische Täuschung vor
- Laut Greene profitiert vor allem die Elite der Großspender vom MAGA-System
- Scharfe Kritik an Trumps Außenpolitik, besonders am Gaza-Kurs der USA
Die frühere republikanische Kongressabgeordnete Marjorie Taylor Greene hat in einem Interview mit der Radiomoderatorin Kim Iversen schwere Anschuldigungen gegen Präsident Trump erhoben. "Ich denke, die Menschen erkennen, dass alles eine Lüge war. Eine große Lüge für das Volk", sagte Greene. Nach ihrer Darstellung dient die MAGA-Bewegung in der aktuellen Regierung vor allem den Großspendern. Greene, die Trump jahrelang bedingungslos unterstützt hatte, trat kürzlich von ihrem Mandat zurück. Als Gründe nannte sie Differenzen über die Gesundheitspolitik und den Gaza-Konflikt sowie ein Zerwürfnis mit dem Präsidenten und der Partei.
Begnadigungen und Aufträge für zahlungskräftige Unterstützer
Greene erhob konkrete Vorwürfe gegen das System der Großspender. "Das sind die Leute, die besondere Gefälligkeiten bekommen, sie erhalten die Regierungsaufträge, sie bekommen die Begnadigungen oder jemand, den sie lieben oder einer ihrer Freunde bekommt eine Begnadigung", erklärte sie im Interview. Die ehemalige Abgeordnete verwies auf die fortlaufenden Spenden an Trumps politische Aktionskomitees sowie Zuwendungen für die Feierlichkeiten zum 250. Gründungsjubiläum der USA. Auch der geplante Bau eines Ballsaals im Weißen Haus werde durch private Beiträge wohlhabender Gönner finanziert. Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit habe Trump vermögende Unterstützer aktiv zu solchen Spenden ermutigt.
Ausländische Interessen statt amerikanische Bürger
Die Ex-Trump-Vertraute attackierte auch die außenpolitische Ausrichtung der Trump-Regierung scharf. "Es sind die fremden Länder. Sie führen hier die Regie", sagte sie. Große Konzerne und globale Interessen bestimmten die Politik, nicht das Wohl der amerikanischen Bevölkerung. Besonders heftig fiel ihre Kritik an der Gaza-Politik aus. Die USA führten "Krieg im Auftrag Israels", während "Hunderttausende unschuldige Menschen in Gaza komplett ermordet" würden. Dies geschehe, damit dort neue Immobilienprojekte entstehen könnten, an denen sich alle bereichern würden. Greene sprach von einer "neuen Weltordnung" und einem neuen Geschäftsmodell.
MAGA dient nicht den Amerikanern
Die ehemalige Abgeordnete zog ein vernichtendes Fazit über die Bewegung, der sie einst treu ergeben war. Die Make America Great Again-Bewegung "handelt nicht wirklich von Amerika oder dem amerikanischen Volk", behauptete Greene. Sie verglich die Enthüllung mit einer Szene aus der Zeichentrickserie Scooby-Doo, in der dem Bösewicht die Maske abgezogen wird. Greene hatte erst kürzlich ihren Sitz im Repräsentantenhaus aufgegeben. Als Auslöser nannte sie Bedenken hinsichtlich steigender Krankenversicherungsprämien und des Gaza-Konflikts. Zudem verwies sie auf tiefe Risse innerhalb der Republikanischen Partei und ihr Zerwürfnis mit Trump.
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bua/gom/news.de
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