Diplomatie: Irans Präsident beauftragt Außenminister mit US-Verhandlungen

Die Sorge vor einem neuen Krieg zwischen den USA und Iran nahm zuletzt zu. Gibt es einen diplomatischen Ausweg?

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Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Семен Саливанчук

Irans Präsident Massud Peseschkian hat seinen Außenminister beauftragt, Verhandlungen mit den Vereinigten Staaten zu führen. "Diese Verhandlungen sollen im Rahmen unserer nationalen Interessen geführt werden", schrieb Irans Präsident auf X. Er forderte ausgewogene Verhandlungen, "frei von Drohungen und unangemessenen Erwartungen".

Am Montag war bekanntgeworden, dass die USA und der Iran zu neuen Verhandlungen zusammenkommen wollen. US-Medien zufolge soll das Treffen zwischen Irans Außenminister Abbas Araghtschi und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff am Freitag in Istanbul stattfinden. Auch Vertreter regionaler Staaten wie Saudi-Arabien, Katar und Pakistan werden demnach erwartet.

Bereits im vergangenen Jahr hatten Washington und Teheran über Irans umstrittenes Atomprogramm verhandelt, die Gespräche waren jedoch bei zentralen Fragen ins Stocken geraten. So fordern die USA etwa, dass Irans Führung die Urananreicherung vollständig einstellt. Teheran ist zur Begrenzung seines Atomprogramms bereit, betrachtet solche Maximalforderungen jedoch als rote Linie.

Verhandlungen mit den USA sehen viele Iraner nach der blutigen Niederschlagung der Proteste Anfang Januar äußerst kritisch. US-Präsident Donald Trump hatte den Demonstranten auf dem Höhepunkt der Massendemonstrationen seine Unterstützung zugesagt. Dass er nun mit der iranischen Staatsführung verhandeln will, die für Tausende Tote bei den Protesten verantwortlich gemacht wird, werten viele im Iran als Verrat.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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