Donald Trump: "Müde, kaputt, heruntergekommen!" Trump rechnet ab
Donald Trump greift erneut durch – diesmal in der Kulturszene. Das berühmte Kennedy Center in Washington soll ausgerechnet zum 250. Geburtstag der USA schließen. Während Trump von einem Weltklasse-Umbau schwärmt, reagiert das Netz mit Hohn, Kritik und blankem Entsetzen.
Von news.de Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Donald Trump schließt das Kennedy Center ab 4. Juli 2026 für rund zwei Jahre
- Grund ist ein radikaler Umbau – das Haus soll Weltspitze werden
- Im Netz hagelt es Spott, Wut und Entsetzen nach der Ankündigung
Das Trump Kennedy Center in Washington soll am 4. Juli 2026 dicht machen. Donald Trump verkündete die Entscheidung auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social. Die Kultureinrichtung soll etwas für zwei Jahre geschlossen bleiben. Der Grund: Umfassende Umbaumaßnahmen. Nach der Wiedereröffnung soll das Zentrum zur weltweit führenden Einrichtung für darstellende Künste werden.
"Müde, kaputt, heruntergekommen!"Donald Trump macht das Kennedy Center dicht
"Das Trump Kennedy Center kann ohne Frage die beste Einrichtung für darstellende Künste ihrer Art werden, überall auf der Welt", erklärte der Präsident. Die US-Regierung hatte den Zustand des Gebäudes wiederholt kritisiert. Der prunkvolle Bau sei sowohl finanziell als auch baulich seit Jahren in schlechter Verfassung. Trump sprach von einem "müden, kaputten und heruntergekommenen Zentrum". Nach dem Umbau solle daraus eine "erstklassige Bastion für Kunst, Musik und Unterhaltung" entstehen.
Der Entscheidung ging eine zwölfmonatige Analyse voraus. Bauunternehmer, Musikexperten, Kunstinstitutionen und weitere Berater waren an der Bewertung beteiligt. Geprüft wurden zwei Varianten: eine vollständige Schließung mit anschließender Wiedereröffnung oder ein Teilbetrieb während jahrelanger Bauarbeiten. Trump entschied sich für die komplette Schließung. "Die vorübergehende Schließung wird ein viel schnelleres und qualitativ hochwertigeres Ergebnis liefern", begründete er seine Wahl.
Trump warnt vor Qualitätsverlust bei laufendem Betrieb
Bei einem Weiterbetrieb während der Bauarbeiten würde laut Trump die Qualität leiden. Zudem könne sich die Fertigstellung durch ständige Unterbrechungen verzögern. Die Finanzierung sei vollständig gesichert. Allerdings steht die endgültige Umsetzung noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung des Kuratoriums. Das Datum der Schließung ist bewusst gewählt: Am 4. Juli 2026 feiern die Vereinigten Staaten ihr 250-jähriges Bestehen. Trump bezeichnete die Schließung zu diesem Anlass als Ehrung des Jubiläums. Gleichzeitig sollen an diesem Tag die Bauarbeiten an dem neuen Unterhaltungskomplex beginnen.
Im Netz sorgen die geplanten Umbaumaßnahmen teilweise für reichlich Spott und Entsetzen. "Nachdem mehrere Künstler sich geweigert hatten, unter Trump im Kennedy Center aufzutreten, schließt er es nun für zwei Jahre. Problem 'gelöst'", kommentieren die "Republicans against Trump" die Maßnahmen. Und auch andere Nutzer schließen sich der Kritik an:
- "Bro hat seinen Namen darauf gesetzt und das Unternehmen ging innerhalb von 23 Werktagen in Konkurs", heißt es in einem Kommentar.
- "Übersetzung: Ich schäme mich dafür, wie viele Künstler abgesagt haben, deshalb schließe ich diesen Ort bis zur nächsten Wahl", schreibt ein Nutzer.
- "Neue Schlagzeile: Kennedy Center schließt wegen Mangel an Künstlern und schlechten Ticketverkäufen. Niemand mag Trump. So, jetzt habe ich es für Sie korrigiert.", meint ein anderer Nutzer.
- "Ich sehe, dass er sich wie immer auf sehr wichtige Dinge konzentriert.", ist in einem weiteren Kommentar zu lesen.
- "Oder er könnte es offen lassen und seinen Namen und jegliche Beteiligung vollständig entfernen.", heißt es in einem Kommentar.
- "Bitte sagen Sie mir, dass dieses Gebäude unter Denkmalschutz steht und er es nicht einfach abreißen kann?", schreibt ein Nutzer.
- "Haltet ihn bitte auf!!!! Er hat kein Recht, weiterhin Regierungsgebäude zu zerstören.", meint ein anderer Nutzer.
- "Er hat eigenhändig die führende Institution für darstellende Künste des Landes geschlossen. Und wahrscheinlich wird er sie abreißen, wie den Ostflügel des Weißen Hauses.", ist in einem weiteren Kommentar zu lesen.
Namensänderung sorgt für Proteste
Das Kulturhaus trägt den Namen von John F. Kennedy (1917–1963). Im Dezember wurde Trumps Name offiziell dem Titel hinzugefügt – eine Entscheidung, die massiven Widerstand auslöste. Mehrere Künstlerinnen und Gruppen sagten daraufhin ihre geplanten Auftritte ab.
Trump greift durch: Kuratorium umgebaut
Bereits kurz nach seinem Amtsantritt hatte Trump mehrere Kuratoriumsmitglieder entlassen. Den Vorsitz des Gremiums übernahm er selbst. Zum neuen Präsidenten der Einrichtung ernannte er Richard Grenell, den ehemaligen US-Botschafter in Deutschland. Das Kennedy Center gilt als eines der wichtigsten Kulturhäuser der USA. In dem traditionsreichen Gebäude werden Theater, Tanz und Musik aller Genres aufgeführt.
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bua/ife/news.de/dpa
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