Kristi Noem: Trump mit eindringlicher Ansage - Heimatschutzministerin soll fernbleiben

Donald Trump schlägt im Umgang mit demokratischen Städten mutmaßlich einen anderen Weg ein. Daran muss sich auch Kristi Noem halten. Er stellt seiner Heimatschutzministerin eine Forderung, nachdem er sie in einer Pöbel-Nachricht verteidigt hat.

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Heimatschutzministerin Kristi Noem steht nach den tödlichen Vorfällen in Minneapolis In der Kritik. (Foto) Suche
Heimatschutzministerin Kristi Noem steht nach den tödlichen Vorfällen in Minneapolis In der Kritik. Bild: picture alliance/dpa/AP | Yuki Iwamura
  • Donald Trump macht Kristi Noem eine Ansage: Die Heimatschutzministerin soll sich aus demokratischen Städten fernhalten.
  • US-Präsident stellt ICE-Einsätze unter eine Bedingung: Städte erhalten Unterstützung, wenn sie "Bitte“ sagen.
  • Trump verteidigt Noem und wütet gegen "radikale Linke".

US-Präsident Donald Trump hat seiner Heimatschutzministerin Kristi Noem eine klare Anweisung erteilt: Sie soll sich aus demokratisch geführten Städten heraushalten, solange diese nicht explizit um Unterstützung bitten. Damit macht der US-Präsident nach den radikalen Eingriffen der Einwanderungsbehörde ICE eine verbale Kehrtwende.

Donald Trump pfeift Kristi Noem zurück: Sie soll sich aus demokratischen Städten heraushalten

In einer fast 500 Wörter langen Nachricht auf seinem Sprachrohr Truth Social verkündete Trump am Samstag, dass seine Regierung "unter keinen Umständen" an Protesten oder Unruhen in "schlecht geführten demokratischen Städten" teilnehmen werde. Die lokalen Regierungen müssen das Wort "PLEASE" verwenden, bevor Bundesbehörden eingreifen. "Lasst uns wissen, wenn ihr bereit seid, und wir werden da sein – aber bevor wir das tun, müsst ihr das Wort 'BITTE' benutzen", schrieb der Präsident. Die Verantwortung für den Schutz von Staats- und Kommunaleigentum liege bei den örtlichen Behörden.

Trump fordert harte Konsequenzen bei Angriffen auf Bundeseigentum

Gleichzeitig kündigte Trump an, Bundesgebäude "sehr kraftvoll" zu schützen. Er wies ICE und die Grenzschutzbehörde an, bei der Verteidigung von Regierungseigentum mit aller Härte vorzugehen. "Es wird kein Spucken in die Gesichter unserer Beamten geben, es wird kein Treten gegen die Scheinwerfer unserer Autos geben, und es wird kein Werfen von Steinen oder Ziegeln auf unsere Fahrzeuge oder unsere patriotischen Krieger geben", drohte der Präsident. Wer dagegen verstoße, werde "gleiche oder härtere Konsequenzen" erleiden.

Als Beispiel nannte Trump einen Vorfall in Eugene, Oregon, wo Kriminelle in der Nacht zuvor in ein Bundesgebäude eingebrochen seien und erheblichen Schaden angerichtet hätten. Die örtliche Polizei habe nichts unternommen, um dies zu verhindern. "Das werden wir nicht mehr zulassen!", erklärte Trump.

Nach Rückruf: Trump verteidigt Noem

Trotz der neuen Anweisungen stellte sich Trump demonstrativ hinter seine Heimatschutzministerin. Am Freitagabend (30.01.2026) lobte er Noem auf Truth Social überschwänglich und behauptete, sie werde wegen ihres Geschlechts attackiert. "Die radikalen linken Verrückten, Aufrührer, Agitatoren und Schläger gehen Kristi Noem an, weil sie eine Frau ist und einen wirklich GROSSARTIGEN JOB gemacht hat!", schrieb der Präsident.

Kristi Noem in Ungnade gefallen: Republikaner fordern Amtsenthebung

Noem geriet nach den tödlichen Schüssen auf den Krankenpfleger Alex Pretti und Reneé Good in Minneapolis in die Kritik. Demokraten forderten Konsequenzen. Auch ihre eigene Partei wendete sich gegen sie. Die beiden politischen Lagerforderten eine Amtsenthebung. Noem hat Rücktrittsforderungen in einem Interview mit Fox News als politisch motivierte Angriffe zurückgewiesen. "Diese Radikalen attackieren mich, aber ich mache nur meinen Job", sagte sie.

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