Bahn: Tausende Häuser in Kiew nach Stromkollaps ohne Heizung
Die Metro-Züge in der ukrainischen Hauptstadt Kiew fahren nach einem Blackout wieder. Aber schwer wiegen vor allem die Heizungsausfälle.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einem großen Stromausfall Tausende Häuser ohne Heizung. Fast 3.500 Häuser in verschiedenen Stadtteilen der Millionenmetropole seien betroffen, teilte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft mit. "Die Stadt, die Versorgungsbetriebe und die Energieversorger versprechen, die Situation in Bezug auf die Wärme bis morgen früh so weit wie möglich zu beheben. Aber das Tempo muss schneller sein", sagte Selenskyj.
Grund für die massiven Probleme in vielen Teilen des Landes war ein Ausfall von zwei Leitungen zwischen Rumänien und Moldau und auf dem Gebiet der Ukraine, wie Selenskyj darlegte. Es sei ein Tag im Ausnahmezustand für die Regierung, das Energieministerium, die Energieunternehmen, regionalen und lokalen Behörden gewesen. "Die Ursachen werden derzeit untersucht", sagte Selenskyj.
Womöglich sei Vereisung der Leitungen der Grund für den Kollaps gewesen. "Derzeit gibt es keine Hinweise auf eine externe Einmischung oder einen Cyberangriff", sagte Selenskyj. Das Land habe auch seine Stromimporte erhöht.
Klitschko: Metro-Züge fahren wieder
Nach Angaben des Energieministeriums ist die Versorgung vielerorts inzwischen wiederhergestellt. In Kiew teilte Bürgermeister Vitali Klitschko nach einem stundenlangen Ausfall der Metro mit, dass auf allein drei Linien der Zugverkehr wieder laufe.
Das Energiesystem der Ukraine ist vor allem nach den vielen russischen Angriffen schwer beschädigt. Immer wieder kommt es zu Stromausfällen. Am Samstag meldeten ukrainischen Medien einen Blackout, der aber technische Ursachen hatte.
Russland hatte einer Bitte von US-Präsident Donald Trump zugestimmt, angesichts der Kälte und schweren Schäden an der Infrastruktur bis zu diesem Sonntag auf Angriffe auf die Energieanlagen der Ukraine zu verzichten. Selenskyj beklagt, dass die sich die Attacken auf die Bahn- und andere Verkehrsinfrastruktur verlagert hätten. "Es ist offensichtlich, dass die Russen unsere Städte voneinander abschneiden wollen", sagte er in seiner Videobotschaft. Er danke alle, die sich dagegen wehren.
Die Ukraine wehrt sich seit fast vier Jahren mit westlicher Hilfe gegen den russischen Angriffskrieg. Trotz laufender Verhandlungen unter US-Vermittlungen ist ein Frieden bisher nicht in Sicht.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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