Donald Trump: "Ich sah sie beim Reiten!" Unangenehme Äußerung über Minister-Gattin
US-Präsident Donald Trump sorgt mit einer erstaunlichen Erklärung für eine Personalentscheidung für Stirnrunzeln. Seine Worte über Innenminister Doug Burgum und dessen Frau Kathryn werfen Fragen über Trumps Prioritäten auf.
Von news.de Redakteurin Anika Bube - Uhr
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- Trump sagt, er habe Doug Burgum auch wegen dessen attraktiver Ehefrau ins Kabinett geholt
- Die Aussagen fielen bei einer eigentlich ernsten Veranstaltung zur Suchtbekämpfung
- Burgum galt zuvor sogar als möglicher Vizepräsident – bis Trumps Söhne intervenierten
Donald Trump ist bekannt für unkonventionelle Auftritte. Doch diesmal setzte er noch einen drauf. Bei einer Veranstaltung im Oval Office erklärte der US-Präsident offen, warum er Innenminister Doug Burgum in sein Kabinett holte: Nicht politische Erfahrung oder Sachkompetenz hätten den Ausschlag gegeben, sondern vor allem die Attraktivität seiner Ehefrau Kathryn.
"Ich sah sie in einem Video beim Reiten!" Donald Trump schwärmt von Minister-Gattin
Der US-Präsident schilderte, wie er das Ehepaar erstmals in einem Video beim Reiten gesehen habe. Sein Interesse sei dabei eindeutig gewesen. "Ich sah sie in einem Video beim Reiten und fragte: 'Wer ist das?' Ich sprach von ihr, nicht von ihm", sagte Trump mit Blick auf Kathryn Burgum. Nachdem man ihm erklärt habe, wer die Frau in dem Video sei, habe er entschieden, ihren Ehemann einzustellen. Wer eine solche Partnerin habe, müsse erfolgreich sein, so die Logik des Präsidenten. Gleich mehrfach hob Trump die Rolle der Ehefrau hervor. "Jeder, der jemanden wie Sie an seiner Seite hat – das ist ein erstaunliches Tribut", erklärte er. Doug Burgum sei ein "fantastischer Geschäftsmann" und zweimaliger Gouverneur von North Dakota gewesen. Doch auch hier betonte Trump erneut: "Und ich sage Ihnen, Kathryn ist ein sehr großer Teil davon." Der Präsident sprach von einem "fantastischen Paar".
Trump on Kathryn Burgum: "I saw them riding horses in a video. And I said, 'Who is that?' I was talking about her, not him. I said, 'I'm gonna hire her,' because anybody that has somebody like you to be with, it's an amazing tribute." pic.twitter.com/wCYGeL9kJD
— Aaron Rupar (@atrupar) January 29, 2026
"Einmal ein Lustmolch, immer ein Lustmolch!" US-Präsident sorgt für Empörung
In den sozialen Netzwerken sorgt ein Mitschnitt von Trumps Aussagen für reichlich Wirbel:
- "Wenn man merkt, dass er nicht versucht, witzig zu sein, sondern tatsächlich seine Gedanken laut ausgesprochen hat", schreibt ein X-Nutzer.
- "Jeder Tag ist wie eine Reality-Show, die nicht in der Realität verwurzelt ist", heißt es in einem Tweet.
- "Einfach gruselig", meint ein anderer X-Nutzer.
- "Einmal ein Lustmolch, immer ein Lustmolch", ist in einem weiteren Tweet zu lesen.
- "Gruselfaktor mal 100", schreibt ein X-Nutzer.
- "Das ist ziemlich abstoßend", heißt es in einem Tweet.
- "Das ist das gleiche alte Spielbuch, das Frauen zu Requisiten und 'Tributen' degradiert, anstatt ihre Handlungsfähigkeit zu respektieren. Führung bedeutet Würde und Gleichberechtigung, nicht gruselige Lobeshymnen, die als Schmeichelei getarnt sind", meint ein anderer X-Nutzer.
- "Peinlich, auch für seine Frau Melania", ist in einem weiteren Tweet zu lesen.
Ernster Anlass: Kampf gegen Drogensucht in den USA
Bemerkenswert ist auch der Rahmen von Trumps Aussagen. Der US-Präsident unterzeichnete an diesem Tag im Oval Office eine Verfügung zur Bekämpfung der Drogensucht. Doug und Kathryn Burgum nahmen als Gäste an der Zeremonie teil. Kathryn Burgum selbst trat dabei ebenfalls ans Rednerpult. Sie sprach offen über ihre eigene Genesung von einer Suchterkrankung und unterstützte die Initiative mit persönlichen Worten. Erst zum Abschluss der Veranstaltung machte Trump seine ungewöhnlichen Bemerkungen über die Einstellungsgründe für ihren Ehemann.
Die Vorgeschichte der Burgum-Personalie
Die Personalie Doug Burgum hat eine besondere Vorgeschichte. Wie "NBC News" berichtet, galt der ehemalige Gouverneur von North Dakota im Wahlkampf 2024 zeitweise als Trumps bevorzugte Wahl für das Amt des Vizepräsidenten. Doch Trumps Söhne Donald Trump Jr. und Eric sollen interveniert haben. Sie überzeugten ihren Vater, stattdessen JD Vance zu nominieren. Ausschlaggebend war offenbar ein Artikel des konservativen Portals "Breitbart", der die Unterstützung des republikanischen Strategen Karl Rove für Burgum thematisierte. Trump entschied sich daraufhin um – und machte Burgum später zum Innenminister.
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bua/news.de
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