Donald Trump: US-Präsident rastet aus wegen "krimineller Umfrage" bei Fox News

Donald Trump eskaliert seinen Kampf gegen Umfragen, die ihm nicht gefallen und fordert strafrechtliche Konsequenzen für Meinungsforschungsinstitute. Dabei nimmt der US-Präsident auch Fox News ins Visier.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Eine neue Umfrage ließ Donald Trump eskalieren. (Foto) Suche
Eine neue Umfrage ließ Donald Trump eskalieren. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci
  • Donald Trump eskaliert wegen angeblicher Manipulation
  • Zustimmungswerte von "The Don" sind weiter im Sinkflug
  • Donald Trumps Kampfansage gegen "Betrug"

US-Präsident Donald Trump hat auf seiner Social-Media-Plattform Truth Social mehrere Meinungsforschungsinstitute verbal attackiert und eine strafrechtliche Verfolgung gefordert. In seinem Visier: auch der konservative Fernsehsender Fox News, traditionell ein Verbündeter republikanischer Politik.

  • Die Institute würden bewusst falsche Zahlen veröffentlichen, behauptete der Präsident. "Gefälschte und betrügerische Umfragen sollten praktisch eine Straftat sein", heißt es in dem Beitrag.

Donald Trump eskaliert wegen angeblicher Manipulation

Trump bezichtigt die Meinungsforschungsinstitute konkreter Manipulationsabsichten im Zusammenhang mit der Präsidentschaftswahl 2020. Den ihm kritisch gegenüberstehenden Medien unterstellt er, wissentlich irreführende Erhebungen präsentiert zu haben.

  • "Alle Anti-Trump-Medien, die über mich während der Wahl 2020 berichteten, zeigten Umfragen, die wissentlich falsch waren", schrieb Trump auf Truth Social.
  • Die Institute hätten gewusst, was sie taten, und versucht, das Wahlergebnis zu beeinflussen, fügte er hinzu.

Gleichzeitig behauptete der Präsident, er habe "mit einem Erdrutsch" gewonnen, was nachweislich falsch ist.

  • Die Wahlergebnisse mit dem Sieg Bidens wurden von mehreren Gerichten bestätigt, Trump wiederholt seine Behauptung dennoch immer wieder.
  • Den Sieg von Joe Biden erkennt er nicht an und spricht in diesem Zusammenhang von einer "gestohlenen Wahl der Demokraten"

Zustimmungswerte von "The Don" sind weiter im Sinkflug

Die jetzigen Äußerungen sind nicht neu: Trump hat bereits in der Vergangenheit wiederholt gegen Umfrageinstitute gewettert. Erst in der vergangenen Woche forderte er erneut, strafrechtliche Anklagen gegen solche Institute zu erheben.

Die aggressiven Angriffe des Präsidenten auf Umfrageinstitute erfolgen vor dem Hintergrund aktueller Erhebungen, die seiner Administration schlechte Noten ausstellen.

  • Mehrere Umfragen zeigen, dass die Zustimmung der amerikanischen Bevölkerung zur Trump-Regierung deutlich gesunken ist.
  • Eine kürzlich durchgeführte Erhebung der "New York Times" ergab, dass viele Wähler das Land nicht für besser aufgestellt halten als zum Zeitpunkt von Trumps Amtsantritt im Januar des vergangenen Jahres.

Donald Trumps Kampfansage gegen "Betrug"

In seiner Attacke gegen Umfrageinstitute schont Trump auch das "Wall Street Journal" nicht. Sowohl dessen Erhebungen als auch die von Fox News bezeichnet er als "über die Jahre hinweg furchtbar" gewesen. Die Kritik an Fox News ist bemerkenswert, da der Sender traditionell als konservativ gilt und lange Zeit Trumps "Lieblingssender" war.

  • Der Präsident behauptete in seinem Post weiter, es gebe durchaus seriöse Meinungsforschungsinstitute, welche die Wahl korrekt prognostiziert hätten. Diese würden jedoch von den Medien systematisch ignoriert und in keiner Weise verwendet, so Trumps Vorwurf.
  • "Ist es nicht traurig, was mit dem amerikanischen Journalismus passiert ist", wetterte er auf Truth Social. Gleichzeitig kündigt der Präsident entschlossenes Handeln an: Er werde alles in seiner Macht Stehende tun, um diesen "Umfrage-Betrug" zu unterbinden.

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