Donald Trump: "Es ist zu spät" - US-Präsident eskaliert beim Versuch, ihn zu stoppen

Donald Trump verkündet in Großbuchstaben auf Truth Social, dass es zu spät sei, ihn zu stoppen. Während eine Organisation noch vor Gericht kämpft, beharrt "The Don" darauf, als Präsident niemals um Erlaubnis bitten zu müssen.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump sorgt mit seinem Abriss im Weißen Haus einmal mehr für Wirbel. (Foto) Suche
Donald Trump sorgt mit seinem Abriss im Weißen Haus einmal mehr für Wirbel. Bild: picture alliance/dpa/KEYSTONE | Gian Ehrenzeller
  • Donald Trumps Abriss des Ostflügels löste Empörung aus
  • "Es ist zu spät!" - Trump erklärt Rückzug für unmöglich
  • Donald Trump sicher: US-Präsident braucht keine Erlaubnis für Umbauten
  • Baustopp wäre laut Trump "verheerend für das Land"

US-Präsident Donald Trump konnte einmal mehr nicht an sich halten und meldete sich mit einer ausführlichen "Stellungnahme" bei Truth Social zu Wort. Gegenstand seiner Ausführungen war die juristische Auseinandersetzung um sein umstrittenes Ballsaal-Vorhaben am Weißen Haus.

Donald Trumps Abriss des Ostflügels löste Empörung aus

Das ambitionierte Bauvorhaben nahm bereits im vergangenen Jahr seinen Anfang. Der Ostflügel des Weißen Hauses wurde abgerissen, was landesweit für Aufregung sorgte. Bildmaterial von der Zerstörung verbreitete sich rasch und provozierte heftige Reaktionen in der Bevölkerung.

Das auf rund 300 Millionen Dollar kalkulierte Ballsaal-Projekt sah sich in der Folge mit juristischem Widerstand konfrontiert. Der National Trust for Historic Preservation reichte Klage ein, um die Fertigstellung zu verhindern. Die Denkmalschutzorganisation will damit den weiteren Baufortschritt stoppen.

Trump bezeichnete die Kläger in seinem Beitrag als "radikale linke" Organisation, die sich nicht um das Land kümmere. Er stellte die Legitimität der Gruppe grundsätzlich infrage und warf ihr vor, ihre Finanzierung aus "höchst ungewöhnlichen Quellen" zu erhalten.

"Es ist zu spät!" - Trump erklärt Rückzug für unmöglich

In seiner Stellungnahme führte Trump Belege dafür an, warum ein Projektabbruch aus seiner Sicht ausgeschlossen sei. Nach seinen Angaben wurden sämtliche Stahlträger für die Konstruktion bereits geordert. Auch Fensterelemente und Türen seien fest eingeplant oder befänden sich bereits im Bestellprozess.

Darüber hinaus verwies der Präsident auf die Klima- und Heiztechnik sowie weitere essenzielle Komponenten, die für den Ballsaal vorgesehen sind. All diese Materialien seien entweder bereits beauftragt oder stünden unmittelbar vor der Bestellung, betonte Trump.

  • "Es gibt keinen praktischen oder vernünftigen Weg zurück. ES IST ZU SPÄT!", schrieb er in Großbuchstaben.

Trump richtete scharfe Vorwürfe an die klagenden Organisationen. Er fragte rhetorisch, warum die "Unruhestifter" ihre unbegründete Klage nicht wesentlich früher eingereicht hätten. Der Zeitpunkt der juristischen Intervention sei aus seiner Perspektive gezielt gewählt, um maximalen Schaden anzurichten.

Donald Trump sicher: US-Präsident braucht keine Erlaubnis für Umbauten

Trump untermauerte seine Position mit einem weitreichenden Anspruch auf präsidiale Befugnisse. Er behauptete, als amtierender Präsident verfüge er über die vollständige Autorität, das Weiße Haus nach eigenem Ermessen umzugestalten. Eine Genehmigung durch andere Stellen sei dafür nicht erforderlich.

  • In seinen Ausführungen bezeichnete Trump das Weiße Haus als einen Ort, für dessen Veränderung oder Erweiterung ein Präsident niemals um Erlaubnis habe bitten müssen.
  • Dies begründete er mit dem besonderen Status des Grundstücks, auf dem das Gebäude stehe. Die Größe oder Bedeutung der baulichen Maßnahmen spiele dabei keine Rolle.

Die von ihm als "sogenannte Denkmalschützer" titulierten Kläger sollten nach Trumps Ansicht nicht befugt sein, den dringend benötigten Anbau zu blockieren. Er pries den Festsaal als unverzichtbare Ergänzung für das "GROSSARTIGE Weiße Haus" an.

Baustopp wäre laut Trump "verheerend für das Land"

Mit drastischen Worten warnte Trump vor den Konsequenzen eines möglichen Baustopps. Ein Abbruch der Arbeiten zu diesem fortgeschrittenen Zeitpunkt würde verheerende Auswirkungen für das Weiße Haus, die gesamte Nation und alle Beteiligten haben, erklärte der Präsident. Angesichts der bereits getätigten Bestellungen und Arbeiten sei ein solcher Schritt nicht mehr vertretbar.

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