Donald Trump: Ausrede aufgeflogen - mit diesem Satz entlarvt er sich selbst
US-Präsident Donald Trump lässt mit dem Super Bowl das größte Sportereignis der USA sausen - offiziell wegen der Entfernung nach Kalifornien. Doch das wird bei Beobachtern nur als willkommene Ausrede betrachtet.
Erstellt von Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump erklärt Super-Bowl-Absage: Ist es eine Ausrede?
- Donald Trump dürfte schäumen: Erstmals komplette Halbzeit-Show auf Spanisch
- Konservative fordern "All-American"-Alternative
- Politische Botschaften gegen Donald Trump auf der Bühne
Der Super Bowl gilt als das bedeutendste Live-Sport-Event weltweit und stellt gleichzeitig das meistgesehene Fernsehereignis der Vereinigten Staaten dar. Die Halbzeit-Performance hat sich zu einem eigenständigen Medienereignis entwickelt, dessen Popularität nahezu mit der des eigentlichen Football-Spiels konkurriert. Im Vorjahr reiste Trump noch persönlich nach New Orleans, um das Duell zwischen den Philadelphia Eagles und den Kansas City Chiefs zu verfolgen. In diesem Jahr wird er nicht anwesend sein.
Donald Trump erklärt Super-Bowl-Absage: Ist es eine Ausrede?
Doch die Trump-Absage kommt bei zahlreichen Kritikern (unter anderem "The Daily Beast") eher einer willkommenen Ausrede gleich. Denn gegenüber der "New York Post" gab der 79-Jährige an, die Distanz zum Austragungsort in Kalifornien sei der ausschlaggebende Faktor. "Es ist einfach zu weit weg", erklärte Trump und fügte hinzu, er würde das Spiel gerne verfolgen und habe bei früheren Super Bowls stets positive Resonanz erfahren. Auch diese Aussage ist durchaus umstritten.
Gleichzeitig übte Trump scharfe Kritik an den ausgewählten Künstlern für das Football-Finale - und ließ so den vermeintlich wahren Grund für sein Fernbleiben durchblicken. Bad Bunny, der die Halbzeit-Show bestreiten wird, und die Punkrock-Band Green Day, die bei der Eröffnungszeremonie auftritt, bezeichnete Trump als "schreckliche Wahl". Seine Begründung: "Ich bin gegen sie. Das Einzige, was sie bewirkt, ist, Hass zu säen. Schrecklich."
- Das Endspiel findet am 8. Februar im Levi's Stadium in Santa Clara statt.
Donald Trump dürfte schäumen: Erstmals komplette Halbzeit-Show auf Spanisch
Der puerto-ricanische Rapper Bad Bunny schreibt Super Bowl-Geschichte: Er wird als erster Künstler die gesamte Halbzeit-Show des meistgesehenen TV-Ereignisses der Vereinigten Staaten komplett auf Spanisch präsentieren. Donald Trump dürfte schäumen.
Die US-Punkrock-Formation Green Day mit Frontmann und Gitarrist Billie Joe Armstrong übernimmt die musikalische Gestaltung der Eröffnungszeremonie. Beide Acts verbindet neben ihrer musikalischen Bedeutung auch ihre politische Haltung: Sowohl Bad Bunny als auch Armstrong haben sich in der Vergangenheit wiederholt öffentlich gegen Trump positioniert und zählen zum liberalen Spektrum der Musikszene. Ihre Auswahl für das Mega-Event sorgte bereits im Vorfeld für kontroverse Diskussionen in konservativen Kreisen.
Konservative fordern "All-American"-Alternative
Trumps Ablehnung der Musikauswahl reicht bereits mehrere Monate zurück. Schon im vergangenen Herbst äußerte er sich gegenüber "Newsmax" zur Nominierung von Bad Bunny: "Ich weiß nicht, wer er ist", erklärte der Präsident damals und bezeichnete die Entscheidung als "verrückt" und "absolut lächerlich". Die Verantwortlichen würden sich hinter einem beauftragten Promoter verstecken, kritisierte Trump.
Seine Kritik fand Unterstützung in konservativen Kreisen. Trump-nahe Gruppierungen und republikanische Politiker forderten bereits Monate vor dem Super Bowl eine sogenannte "All-American"-Alternative zu Bad Bunny.
Politische Botschaften gegen Donald Trump auf der Bühne
Der puerto-ricanische Rapper hatte zuvor öffentlich Abschiebungen und Behördenrazzien in den USA angeprangert. Aus Sorge vor möglichen ICE-Einsätzen bei seinen Konzerten kündigte Bad Bunny an, im Rahmen seiner Welttournee vorerst keine Shows in den Vereinigten Staaten zu spielen.
Green Day-Frontmann Armstrong setzte ebenfalls deutliche Zeichen: Der Musiker verglich Trump in der Vergangenheit mit Hitler. Bei Live-Auftritten wandelt die Band regelmäßig eine Textzeile ihres 2004er Hits "American Idiot" ab – aus "I'm not part of a redneck agenda" wird "I'm not part of the MAGA agenda", wie "The Independent" berichtete.
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rut/news.de
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