Berlin: Patientenschützer: Notstrom-Vorgaben auch für Pflegeheime

Das Gesundheitswesen gehört zu den wichtigen Versorgungsbereichen, die auch in großen Krisen laufen müssen. Sind auch Pflegeheime gewappnet?

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Die Berliner Skyline an der Spree. Aktuelle News aus und über Berlin hier auf news.de. Bild: Adobe Stock / Rico Oder

Nach dem Stromausfall in Teilen Berlins fordert die Deutsche Stiftung Patientenschutz auch für Pflegeeinrichtungen stärkere Absicherungen gegen Krisensituationen. "Es braucht eine gesetzliche Verpflichtung für die rund 16.000 Pflegeheime, eine Notstromversorgung für mindestens 24 Stunden vorzuhalten", sagte Vorstand Eugen Brysch der Deutschen Presse-Agentur. So hätten Katastrophenschutzorganisationen und Bundeswehr eine realistische Chance, eine vorübergehende externe Stromversorgung aufzubauen.

Es sei nicht hinnehmbar, dass es für Krankenhäuser strengere Vorgaben gebe als für Pflegeeinrichtungen, kritisierte Brysch. "Denn sowohl Patienten als auch Pflegebedürftige können sich nicht allein in Sicherheit bringen." Bund und Länder seien daher gefordert, Heime und Kliniken gleichzustellen. Nötig sei ein milliardenschwerer Krisenresilienz-Fonds für die stationäre Pflegeversorgung.

Im Südwesten Berlins waren nach einem Anschlag auf Stromleitungen Anfang Januar 45.000 Haushalte sowie Krankenhäuser, Pflegeheime und Betriebe teils mehrere Tage ohne Strom. Patientenschützer Brysch sprach sich für einen "Blackout"-Untersuchungsausschuss im Abgeordnetenhaus aus. Aufzuklären sei, warum das Stromnetz der Hauptstadt so anfällig sei und wann in anderen Ländern Unterstützung etwa für Stromaggregate angefordert worden sei.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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