Macht in Syrien: Waffenruhe in Syrien um 15 Tage verlängert
Nach Kämpfen im Nordosten Syriens sollen die Waffen weiter schweigen. Trotz vereinzelter Verstößen konnten sich beide Seiten auf eine Verlängerung einer Waffenruhe einigen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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In Syrien ist eine Waffenruhe zwischen der Übergangsregierung in Damaskus und den kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) nach Angaben beider Seiten um 15 Tage verlängert worden. Die Entscheidung sei durch internationale Vermittlung erzielt worden, hieß es von den SDF.
Die Verlängerung soll die Verlegung von Inhaftierten aus Gefängnissen für Kämpfer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in den Irak erleichtern, teilte das Verteidigungsministerium mit.
Die syrische Übergangsregierung war in den vergangenen Wochen militärisch gegen die bisher von Kurden kontrollierten Gebiete im Nordosten des Landes vorgegangen. Bei den Gefechten konnten die Regierungstruppen große Gebiete unter staatliche Kontrolle bringen.
IS-Gefangene sollen in den Irak verlegt werden
In den Gebieten im Nordosten des Landes liegen auch die bis zuletzt von kurdischen Kräften kontrollierten Gefängnisse und Lager für IS-Kämpfer und deren Angehörige. Die Regierungstruppen haben die Kontrolle einiger der Lager und Haftanstalten übernommen. Wegen der Kämpfe bestand die Sorge eines Kontrollverlustes über die Gefängnisse und deren Insassen. Einige Inhaftierte sollen entkommen sein.
Im Zuge der Waffenruhe haben die USA begonnen, Dutzende inhaftierte IS-Anhänger in den Irak zu verlegen. Plan ist es, bis zu 7.000 von ihnen in das Nachbarland zu verlegen. Nach irakischen Angaben handelt es sich dabei um Personen mit irakischer und ausländischen Staatsbürgerschaften.
Etwa 40 Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit
Nach Angaben des Bundesamts für Verfassungsschutz (BfV) waren nach Erkenntnissen deutscher Sicherheitsbehörden vor Beginn der Offensive etwa 40 Personen mit deutscher Staatsangehörigkeit in Gewahrsam kurdischer Kräfte. Ob diese auch in den Irak verlegt werden, ist nicht klar. Nach Angaben eines Sprechers des Auswärtigen Amts ist eine Rückholung der inhaftierten Männer derzeit nicht geplant.
Die zuvor am Dienstag vereinbarte Waffenruhe war am Abend um 20.00 Uhr (Ortszeit, 18.00 Uhr MEZ) ausgelaufen. Die SDF sollten in der Zeit einen Plan vorlegen, wie weitere ihrer Institutionen in die gesamtstaatliche syrische Ordnung eingegliedert werden können. Im März des Vorjahres hatten sich beide Seiten auf eine Eingliederung der bisher kurdisch selbstverwalteten Institutionen in den Staatsapparat geeinigt.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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