Donald Trump wütet: "Gefälschte Umfragen" bringen US-Präsident in Rage
Donald Trump tobt: In neuesten Umfragen stürzt der US-Präsidenten auf historische Tiefstände. Statt Selbstkritik hagelt es wüste Beschimpfungen, Klagedrohungen und Verschwörungsvorwürfe. Für Trump sind nicht die Zahlen das Problem, sondern die Medien.
Erstellt von Anika Bube - Uhr
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- Umfrage-Schock für Trump: Neue Erhebungen sehen den US-Präsidenten bei Zustimmungswerten von teils nur 35 Prozent.
- Rage auf Truth Social: Trump spricht von "Fake Polls", attackiert Medien – und droht mit Klage gegen die New York Times.
- Politische Gefahr: Anhaltend schwache Werte könnten Trumps Partei bei den Zwischenwahlen schwer schaden.
Neueste Umfragen versetzen Donald Trump in Rage. Der US-Präsident attackiert Erhebungen, die seine Zustimmungswerte auf historische Tiefstände beziffern, als gefälscht und droht mit juristischen Konsequenzen. Eine kürzlich veröffentlichte Umfrage der "New York Times" in Zusammenarbeit mit dem Siena College Research Institute sieht Trump bei Werten in den niedrigen 40 Prozent. Noch schlechter schneidet er bei der American Research Group ab: Dort liegt seine Zustimmung bei lediglich 35 Prozent, während mehr als 60 Prozent der Befragten seine Arbeit ablehnen. Trump wies die Ergebnisse auf seiner Plattform Truth Social scharf zurück und bezeichnete sie als "Fake Polls", die völlig außer Kontrolle geraten seien.
"Gefälschte Umfragen!" Donald Trump kündigt Klage gegen "New York Times" an
Besonders heftig fiel Trumps Attacke gegen die "New York Times" aus. Der Präsident warf der Zeitung vor, ihre Umfrage in Kooperation mit dem Siena College Research Institute sei "stark zugunsten der Demokraten verzerrt". Er kündigte an, die Erhebung in eine bereits laufende Klage gegen das Blatt einzubeziehen. Laut "Newsweek" haben Trumps Anwälte die Zeitung aufgefordert, interne Unterlagen zur Durchführung und Gewichtung der Umfrage aufzubewahren. "Sie werden für all ihre radikalen linken Lügen und ihr Fehlverhalten voll zur Verantwortung gezogen", schrieb Trump auf Truth Social.
"Diese Zahlen sind viel zu hoch für ihn!" Netz entsetzt über Trump-Umfragen
Die "Republicans against Trump" veröffentlichten die Ergebnisse der "New York Times"-Umfrage in den sozialen Netzwerken. In der Kommentarspalte sorgen die brutalen Zahlen für Trump für heftige Diskussionen:
- "Ehrlich gesagt, nach einem katastrophalen Jahr, das ich als das schlimmste Jahr für einen amerikanischen Präsidenten bezeichnen würde, erscheint mir die Zahl seiner Anhänger immer noch zu hoch", schreibt ein Instagram-Nutzer.
- "Dass immer noch 40 % zustimmen, ist zutiefst beunruhigend", heißt es in einem Kommentar.
- "Diese Zahlen sind viel zu hoch für ihn", meint ein anderer Instagram-Nutzer.
- "Als Europäer stelle ich erneut fest, dass trotz aller Korruption, Drohungen, kognitiven Verfall usw. immer noch 40 % der Amerikaner diesen Verrückten unterstützen – weshalb jegliches Vertrauen in die USA verloren gegangen ist. Das liegt nicht an Trump, sondern an den Menschen, die Trump unterstützen und nach Trump einen weiteren Verrückten wählen werden", ist in einem weiteren Kommentar zu lesen.
- "Eh, wenn überhaupt, ist das immer noch enttäuschend. Viele Leute mit Wahnvorstellungen", schreibt ein Instagram-Nutzer.
- "Amerika ist klüger als sein dümmster Mann", heißt es in einem Kommentar.
- "Wir sind so fertig", meint ein anderer Instagram-Nutzer.
- "Die Zustimmung ist immer noch zu hoch. Das zeigt im Grunde genommen, dass etwa 30 % der Amerikaner entweder wirklich dumm sind oder sich um nichts kümmern, weil sie sich mit ihm identifizieren (immer noch dumm, aber mit mehr Schritten)", ist in einem weiteren Kommentar zu lesen.
"Die echten Umfragen sind großartig!" US-Präsident prahlt über seine Beliebtheit
Trump weitete seine Angriffe auf die gesamte Medienlandschaft aus. Fernsehsender, etablierte Zeitungen und selbst konservative Medien würden wissentlich falsche Erhebungen veröffentlichen, behauptete er. Die tatsächlichen Umfragewerte seien hervorragend, würden jedoch bewusst unterdrückt. Auf Truth Social prahlte der Präsident mit seinen vermeintlichen Erfolgen: "Wir haben die beste Wirtschaft in der Geschichte unseres Landes, wir haben die sicherste Grenze der Geschichte, niemand hat jemals einen Job gemacht wie ich." Die Medien nutzten Umfragen als politische Waffe statt als Messinstrument, so sein Vorwurf. Trump diagnostizierte den Kritikern ein "schweres Trump Derangement Syndrome" und nannte sie "gestört und krank".
Schwache Werte könnten Zwischenwahlen belasten
Umfrageexperten weisen darauf hin, dass Trump zwar regelmäßig ungünstige Erhebungen zurückweise, die übereinstimmenden Ergebnisse verschiedener Institute jedoch schwer allein auf methodische Verzerrungen zurückzuführen seien. Sowohl die Times/Siena-Umfrage als auch die ARG-Erhebung zeigen Schwächen bei Themen, die Trump stets als seine Stärken präsentiert hat – insbesondere Wirtschaft und Lebenshaltungskosten. Historisch betrachtet haben anhaltende Zustimmungswerte in den mittleren 30er-Prozentbereichen es amtierenden Präsidenten erschwert, ihre Partei vor Verlusten bei Zwischenwahlen zu schützen. Die Ergebnisse gewinnen zusätzlich an Bedeutung, da Trump ins zweite Jahr seiner Amtszeit eintritt.
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