Donald Trump News: Trumps "Friedensrat": Wer dabei ist - und wer nicht

Trumps "Friedensrat" spaltet die Staatenwelt: Während einige Länder bereits ihre Teilnahme zugesagt haben, halten sich andere mit einer Entscheidung noch zurück oder lehnen ab.

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Mit einer Verordnung will Donald Trump die Glyphosat-Produktion in den USA unterstützen. (Foto) Suche
Mit einer Verordnung will Donald Trump die Glyphosat-Produktion in den USA unterstützen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Evan Vucci

Der sogenannte "Friedensrat" von Donald Trump sorgt weltweit für Zündstoff. Vorsitzender soll der US-Präsident selbst sein. Staaten können sich unbefristet einen Sitz sichern, wenn sie innerhalb eines Jahres eine Milliarde US-Dollar zum Etat beisteuern. Wer diese Gebühr nicht zahlt, soll nur für drei Jahre im Gremium vertreten sein.

Dutzende Länder haben Einladungen zum Eintritt in Trumps "Friedensrat" bekommen. Manche haben ihre Teilnahme zugesagt, andere geben sich eher verhalten. Das ist der Stand:

Diese Länder haben die Einladung zum "Friedensrat" angenommen

Ägypten: Das Außenministerium

schreibt

: "Ägypten begrüßt die Einladung zum Beitritt zum Friedensrat." Präsident Abdel Fattah al-Sisi werde sie annehmen.

Albanien: Ministerpräsident Edi Rama

lobt

Trump, seine Initiative habe "das Potenzial, zu einem wahrhaft transformativen Modell der Friedensförderung auf globaler Ebene zu werden".

Argentinien: "Es ist mir eine Ehre, heute Abend die Einladung für Argentinien erhalten zu haben, als Gründungsmitglied dem Friedensrat beizutreten", schreibt Präsident Javier Milei

auf X

.

Armenien: Ministerpräsident Nikol Paschinjan

nimmt öffentlich

Trumps Einladung an.

Aserbaidschan: Das Außenministerium gibt die Teilnahme des Landes

bekannt

.

Bahrain: König Hamad hat

nach Angaben

des Außenministeriums die Einladung angenommen.

Belarus: Vor Reportern

erklärt

Machthaber Alexander Lukaschenko, dass er die Teilnahme als Gründungsmitglied unterschrieben hat.

Israel: Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat

angekündigt

, Trumps Einladung anzunehmen und Mitglied des Friedensrates zu werden.

Kasachstan und Usbekistan: Die Präsidenten der beiden zentralasiatischen Staaten haben

Medienberichten

zufolge ihre Teilnahme zugesagt.

Kosovo: "Wir sind bereit", schreibt Präsidentin Vjosa Osmani

auf X

. "Der Kosovo steht fest als Verbündeter Amerikas und ist bereit, diesen Frieden weiter voranzutreiben."

Kuwait:

Laut der staatlichen Nachrichtenagentur Kuna

hat Kuwaits Außenministerium bekanntgegeben, dass das Land dem Gremium beitreten wird.

Marokko: Das Außenministerium schreibt, König Mohammed VI. begrüße "das Engagement und die Vision von Präsident Donald Trump für die Förderung des Friedens und hat diese Einladung angenommen".

Paraguay: "Wir übernehmen mit Stolz die Verantwortung, gemeinsam mit den Vereinigten Staaten für einen dauerhaften Frieden für alle zu arbeiten", verkündet Präsident Santiago Peña Palacios

auf X

.

Pakistan: Das Land freue sich darauf, "eine konstruktive Rolle im Rahmen des Friedensrates zu spielen",

teilt

das Außenministerium mit.

Türkei, Saudi-Arabien, Katar, Jordanien und Indonesien:

In einer gemeinsamen Mitteilung

von insgesamt acht Ländern erklären deren Außenminister ihre Absicht zum Beitritt. Man begrüße die Einladung Trumps und werde unterzeichnen, heißt es darin.

Ungarn: Als bisher einziges EU-Land hat Ungarn zugesagt. "Wenn es Trump ist, dann ist es Frieden", schreibt Ministerpräsident Viktor Orban

auf Facebook

. "Wir haben die ehrenvolle Einladung des Präsidenten selbstverständlich angenommen."

Vereinigte Arabische Emirate (VAE): Scheich Mohammed bin Sajid Al Nahjan hat die Einladung angenommen. "Seine Hoheit bekräftigte das Vertrauen der VAE in die Führungsrolle von Präsident Trump",

schreibt

das Außenministerium.

Vietnam: Generalsekretär To Lam hat die Einladung angenommen, wie die Regierung offiziell

verlautbart

.

Diese Länder haben dem "Friedensrat" zunächst eine Absage erteilt

Frankreich: Wegen der zögerlichen Haltung von Präsident Emmanuel Macron, dem "Friedensrat" beizutreten, droht Trump mit Zöllen von 200 Prozent auf Wein und Champagner.

Norwegen: Der stellvertretende Außenminister Andreas Motzfeldt Kravik

sagte

der Zeitung "Aftenposten", das Land könne dem "Friedensrat", wie er aktuell konzipiert sei, nicht zustimmen.

Schweden: Ministerpräsident Ulf Kristersson

zufolge

hat er bislang nicht formell auf die Einladung geantwortet. Nach den aktuellen Plänen werde Schweden aber nicht unterschreiben.

Diese Länder haben - neben anderen - bisher nicht fest zugesagt

Deutschland: Berlin reagiert bisher verhalten. Außenminister Johann Wadephul zufolge gebe es noch Fragen. "Wir haben einen Friedensrat und das sind die Vereinten Nationen", sagt er

am Mittwoch

.

China: Bestätigt wird

von der Regierung

lediglich, dass Peking eine Einladung erhalten hat. Genauere Informationen gibt es zunächst keine.

Großbritannien: Premier Keir Starmer erklärte jüngst, er werde "mit Verbündeten über die Bedingungen des Friedensrats sprechen".

Italien: Die Regierung in Rom zeigt sich prinzipiell zwar offen für einen Beitritt. Ministerpräsidentin Giorgia Meloni wurde nach einem Gespräch

mit dem Sender Rai1 so zitiert

, dass es in der Satzung allerdings einige Elemente gebe, die mit der italienischen Verfassung nicht vereinbar seien. Ihre Regierung brauche deshalb mehr Zeit. Sie halte es für unklug, wenn sich Europa aus einem "interessanten" Gremium wie diesem heraushalte.

Kanada: Das Land könne sich grundsätzlich eine Teilnahme vorstellen, die Details seien aber nicht endgültig geklärt,

sagt

Premier Mark Carney.

Russland: Präsident Wladimir Putin hat nach Kremlangaben über diplomatische Kanäle eine Einladung von Trump erhalten. Putin sagte am Mittwoch, Russland sei bereit, die von Trump aufgerufene eine Milliarde Dollar Beitrittsgebühr für das Organ zu zahlen – allerdings nur aus den ohnehin in den USA eingefrorenen Mitteln.

Ukraine: Präsident Wolodymyr Selenskyj hat Medienberichten zufolge eine Einladung von Trump erhalten. Vor Journalisten soll er gesagt haben, es sei aber "schwer vorstellbar", in diesem Gremium neben Russland und Belarus zu sitzen: "Russland ist unser Feind, Belarus ist sein Verbündeter."

Vatikan: Papst Leo XIV. habe eine Einladung erhalten,

erklärt

Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin, "und wir prüfen derzeit unser weiteres Vorgehen".

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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