Donald Trump: Türkei und Saudi-Arabien verkünden Teilnahme an Trumps "Friedensrat"
Nach und nach trudeln Zusagen für Trumps Projekt eines "Friedensrats" ein. Jetzt erklären diverse Staaten vor allem aus Nahost gemeinsam ihre Absicht zum Beitritt.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Die Türkei, Saudi-Arabien und andere mehrheitlich islamisch geprägte Länder haben ihren Beitritt zum umstrittenen "Friedensrat" unter Führung von US-Präsident Donald Trump angekündigt. Man begrüße die Einladung Trumps und werde sich dem Gremium anschließen, hieß es in einer gemeinsamen Erklärung der Außenminister der acht Länder, zu denen auch Indonesien, Jordanien und Katar gehören. Die Vereinigten Arabischen Emirate, Ägypten und Pakistan sind ebenfalls dabei, hatten ihre Teilnahme aber bereits vorab separat angekündigt.
Die Minister bekräftigten das Engagement ihrer Länder, die Umsetzung des Mandats des "Friedensrats" als Übergangsverwaltung im Gazastreifen zu unterstützen, wie es im Plan zur Beendigung des Gaza-Konflikts festgelegt und durch den UN-Sicherheitsrat gebilligt worden sei.
Dutzende Einladungen - Europäer zögerlich
Insgesamt 60 Staaten sollen Einladungen für den "Friedensrat" erhalten haben. Zugesagt haben bislang nicht allzu viele - darunter Israel, Ungarn, Argentinien und Belarus. Europäische Länder wie Deutschland oder Frankreich zeigen sich bisher überwiegend zurückhaltend.
Trumps vollmundig angekündigtes Projekt eines "Friedensrats", zu dem er nach Angaben des Weißen Hauses heute eine Bekanntmachung plant, birgt politischen Zündstoff. Ursprünglich zielte das von den USA initiierte Gremium - zumindest offiziell - auf die Umsetzung des Gaza-Friedensplans ab und sollte die Nachkriegs-Ordnung in dem weitgehend zerstörten Küstengebiet am Mittelmeer überwachen. Doch längst ist die Rede davon, das sich das komplett auf Trump zugeschnittene Gremium noch vieler anderer Konflikte annehmen und Ordnung im Sinne des US-Präsidenten schaffen könnte. Kritiker sehen den "Friedensrat" als Kampfansage Trumps an die Vereinten Nationen, zu denen er eine konkurrierende Alternative aufbauen wolle.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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