Repressionen: Aktivisten: Rund 4.500 Tote bei Iran-Protesten bestätigt

Das Internet im Iran ist immer noch gesperrt. Menschenrechtler sammeln weiter Informationen über die staatliche Gewalt bei den Massenprotesten.

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Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Microgen

Bei den jüngsten Massenprotesten im Iran sind Aktivisten zufolge rund 4.500 Menschen ums Leben gekommen. Das Menschenrechtsnetzwerk HRANA verifizierte bislang 4.519 Tote, wie aus einem Bericht der Aktivisten mit Sitz in den USA hervorgeht. Weitere knapp 9.000 Todesfälle würden noch untersucht. Neben 4.251 getöteten Demonstranten kamen ihren Informationen nach auch 197 Sicherheitskräfte ums Leben.

Das Internet im Iran bleibt weiter gesperrt. Nur langsam dringen Aufnahmen nach außen, die das volle Ausmaß der gewaltsamen Niederschlagung der Massenproteste vom 8. und 9. Januar zeigen.

Aktivisten: Mediziner melden erschreckende Berichte

In ihrem Bericht verweisen die Aktivisten auf erschütternde Aufnahmen, die von Medizinern analysiert worden seien. Diese kommen demnach zu dem Schluss, dass einige der getöteten Demonstranten zuvor in Behandlung waren. Medizinische Geräte wie Katheter und Beatmungsschläuche an den Leichen nähren den Angaben zufolge den Verdacht, dass Verletzte nach Beginn einer Behandlung getötet wurden.

Irans Staatsführung macht "terroristische Elemente" sowie die Erzfeinde USA und Israel für Gewalt bei den Massenprotesten verantwortlich. Auch wegen der Kommunikationsblockade lassen sich die Informationen nicht unabhängig überprüfen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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