Donald Trump: Ex-Berater warnt - größter Republikaner-Staat wendet sich gegen ihn

Donald Trump verliert den Halt in einer wichtigen Wählergruppe. Ohne ihre Zustimmung könnte es bei den Zwischenwahlen in einem für Republikaner zentralen Bundesstaat zu Problemen kommen. Davor warnt ein Ex-Berater.

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Latinos wenden sich von Trump ab. Das könnte für die Republikaner in Texas zum Problem werden. (Foto) Suche
Latinos wenden sich von Trump ab. Das könnte für die Republikaner in Texas zum Problem werden. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Ablehnung der Latinos kann für Republikaner in Texas zum Problem werden.
  • Ex-Berater sieht Hürde für Trumps Partei im wichtigen Bundesstaat.
  • Demokrat könnte zum Hindernis für Republikaner werden.

Donald Trumps wichtigste Wählergruppe könnte die Republikaner bei den Zwischenwahlen Probleme bereiten. Immer mehr Latinos sind unzufrieden mit der Arbeit des US-Präsidenten. Diese Ablehnung könnte für seine Partei in Texas bei den Zwischenwahlen zum Dilemma werden, prognostiziert Karl Rove, ehemaligerstellvertretender Stabschef des Weißen Hauses und früherer leitender Berater von Präsident George W. Bush.

Wählergruppe wendet sich ab: Das könnte für Trumps Partei in Texas zum Problem werden

Wie wichtig die Lationos für die Republikaner sind, verdeutlichte Rove gegenüber Gerry Baker in der Sendung "The Journal Editorial Report" (Fox News). Diese variable Gruppe hätte 2024 dazu beigetragen, Donald Trump für eine zweite Amtszeit zu wählen. Gleichzeitig haben sie den den Republikanern dabei geholfen, "den Senat und das Repräsentantenhaus zu halten." Diese Wählergruppe wendet sich ab, wie aktuelle Umfragen verdeutlichen. Die Umfrage von Pew Research ergab, dass 2024 noch fast 50 Prozent für Trump stimmten. Ein Jahr später zeigt sich ein anderes Bild. 70 Prozent der befragten Latinos lehnen die Arbeit des US-Präsidenten ab. Gründe dafür sind Trumps Wirtschafts- und Einwanderungspolitik. Auch die Zustimmungsrate sank. Laut einer YouGov-Umfrage von Anfang Januar liegt sie bei dieser Gruppierung bei 36 Prozent. 

"Das ist ein Problem, und wir werden es hier in Texas sehen", erklärte Rove. Er fügte hinzu: "Man kann beobachten, wie die Unterstützung für die Republikaner in Texas abnimmt, obwohl es anfangs enorme Unterstützung für die Maßnahmen zur Sicherung der Grenze gab." Für die Republikaner könnte besonders der Kampf um den texanischen Wahlbezirk, der von Corpus Christi bis Brownsville reicht, schwierig werden. Bei der US-Wahl habe Trump den Bezirk nur mit vier bis fünf Punkten Vorsprung gewonnen, sagte Rove. Durch die nachlassende Unterstützung der Latinos, sei es für den Ex-Berater eher unwahrscheinlich, den amtierenden Demokraten Henry Cuellar zu schlagen.

Demokrat als Hindernis bei Zwischenwahlen: Trump schleimte sich erfolglos ein

Der Demokrat vertritt den 28. Kongressbezirk in Texas und übt seine elfte Amtszeit im Repräsentantenhaus aus. Trump versuchte, den Politiker auf seine Seite zu ziehen, ließ aber von ihm ab, nachdem er von Cuellars Plänen gehört hatte, für eine zwölfte Amtszeit kandidieren zu wollen. "Der Präsident hat Henry Cuellar, der unter Anklage stand, nicht nur begnadigt, sondern auch erwartet, dass er die Partei wechselt, was er jedoch nicht tun wird", sagte Rove. Cuellar von seinem Posten zu drängen, wird vermutlich schwierig.

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