Donald Trump: "Selbst der Sport kann den Gestank nicht mehr verbergen" - Zuschauer rasten aus
Donald Trump besuchte ein College-Footballspiel in Miami. An seiner Seite zeigte sich nach langer Zeit wieder Tochter Ivanka Trump. Als die Nationalhymne angestimmt wurde, rastete das Stadion aus. Die Zuschauer sollen den US-Präsidenten nicht nur bejubelt haben.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- Donald Trump besucht mit Ivanka Trump ein College-Footballspiel in Miami.
- Gemischte Reaktionen: Kommentare schwanken zwischen Jubel und Buhrufen für den US-Präsidenten.
- Trump nutzt den Sport als patriotische Bühne.
Donald Trump besuchte am Montagabend das College-Football-National-Championship-Spiel im Hard Rock Stadium in Miami. Als der Präsident während der Nationalhymne kurz auf der Großbildleinwand eingeblendet wurde, lächelte und winkte er den mehr als 70.000 anwesenden Zuschauern zu. Es entbrannte eine laute Geräuschkulisse. Die Reaktionen fallen in den sozialen Medien unterschiedlich aus. Jubelte ihm die Menge zu oder buhte sie den 79-Jährigen aus?
College-Football-National-Championship-Spiel: Donald Trump zeigt sich wieder mit Ivanka Trump
Der Präsident verfolgte das Spiel aus einer Loge gemeinsam mit mehreren Familienmitgliedern. Neben seiner Tochter Ivanka Trump, Schwiegersohn Jared Kushner und Sohn Theo, war auch Enkelin Kai Trump anwesend, die künftig an der University of Miami Golf spielen wird.
Unter den weiteren prominenten Gästen befanden sich Außenminister Marco Rubio, der aus Miami stammt, sowie NFL-Legende Tom Brady. Auch der Musikproduzent DJ Khaled, ebenfalls ein Kind der Stadt, und der ehemalige Hurricanes-Quarterback Cam Ward waren beim Championship-Spiel zugegen.
Zwischen Jubel und Buhrufen? Trumps Football-Auftritt spaltet das Netz
Während Trump und seine Familie die Nationalhymne verfolgten, schwenkten Kameras zu den Trumps. Im Hintergrund sind viele Stimmen zu hören. Einige Reporter und Fans vor Ort berichteten hingegen von einer gemischten Reaktion.
- "Trump erhielt beim National Championship-Spiel gemischte Reaktionen, aber es gab auch viele Buhrufe. Und ESPN wusste genau, was los war, sie nahmen ihn schnell aus dem Bild und zeigten ihn Berichten zufolge nicht einmal auf dem Jumbotron. Selbst der Sport kann den Gestank nicht mehr verbergen", schrieb der Journalist Brian Allen.
- "Trump beim College-Football-Meisterschaftsspiel ausgebuht – urkomisch", schreibt eine Userin.
- "Trump wurde heute Abend beim National-Championship-Spiel in Miami ausgebuht. Es gab zwar auch einige Jubelrufe, was zu erwarten war, da er sich in Florida befindet, aber viele Leute zeigten, dass sie ihn hassen. Das sieht man gerne", meint der demokratische Politkommentator Harry Sisson.
Das Weiße Haus präsentierte den Empfang in einem deutlich positiveren Licht. Auf der Plattform X schrieb das Kommunikationsteam, die Menge im Hard Rock Stadium habe "gebrüllt", als der Präsident während der Nationalhymne gezeigt wurde. Ähnlich begeistert kommentierte der Account MAGA-Voice die Reaktion im Stadion. "Ich bin zu Tränen gerührt. Die Menge tobt regelrecht, als sie Trump beim College-Football-Spiel sieht." Für den Nutzer sei klar, dass Trump überall geliebt werde.
President Donald J. Trump receives massive cheers from the Hard Rock Stadium crowd during the national anthem at the @CFBPlayoff National Championship. ???????????? pic.twitter.com/qiVp8fb2nW
— The White House (@WhiteHouse) January 20, 2026
Trump nutzt Sport als patriotische Bühne
Der Stadionbesuch reiht sich in Trumps Strategie ein, Sportveranstaltungen während seiner zweiten Amtszeit als Plattform für patriotische Inszenierungen zu nutzen. Im Vorfeld des 250. Jahrestags der amerikanischen Unabhängigkeit besuchte er bereits mehrere UFC-Kämpfe und die NCAA-Wrestling-Meisterschaften. Im vergangenen Jahr war er als erster amtierender US-Präsident beim Super Bowl in New Orleans anwesend. Am Samstag kündigte der Präsident zudem eine Executive Order an, die dem Army-Navy-Spiel ein exklusives vierstündiges Sendefenster sichern soll.
Florida hat für Trump besondere Bedeutung: Bei der Präsidentschaftswahl 2024 gewann er den Bundesstaat mit elf Prozentpunkten Vorsprung und eroberte erstmals seit Jahrzehnten das traditionell demokratische Miami-Dade County.
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