Donald Trump: Er bezeichnet sich selbst als "König" - US-Präsident droht Gegnern mit Zöllen 

Donald Trump legt im Streit um Grönland nach. Der US-Präsident droht Ländern, die sich seinem Besitzanspruch widersetzen, offen mit Strafzöllen und krönt sich dabei selbst zum "Zollkönig". Die Reaktionen reichen von diplomatischer Fassungslosigkeit bis zu beißendem Spott im Netz.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Donald Trump droht Ländern, die sich seinen Grönland-Plänen entgegenstellen, mit Zöllen. (Foto) Suche
Donald Trump droht Ländern, die sich seinen Grönland-Plänen entgegenstellen, mit Zöllen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump bekräftigt seinen Anspruch auf Grönland
  • US-Präsident droht widerspenstigen Ländern mit Zöllen
  • Internationale Kritik wächst – Netz spottet über Trumps Auftritt

Seit Tagen sorgt Donald Trump mit seinen Grönland-Plänen für Unruhe in der Nato. Nun droht der US-Präsidenten Ländern, die sich seinem Besitzanspruch entgegenstellen, mit Zöllen. "Ich werde möglicherweise Zölle gegen Länder verhängen, wenn sie bei Grönland nicht mitziehen", erklärte Trump.

"Wir brauchen Grönland!" Trump erhöht den Druck

Der 79-Jährige besteht darauf, Grönland zu kontrollieren, da es seiner Meinung nach für die Sicherheit der USA von entscheidender Bedeutung sei. Sein Vorschlag löste jedoch eine internationale Kontroverse aus, mit Widerstand von Politikern in Dänemark und Grönland, anderen europäischen Ländern und Mitgliedern beider Parteien im Kongress.
Trump äußerte sich dazu bei einer Veranstaltung im Weißen Haus, wo er verkündete, wie die Androhung von Zöllen andere Industrieländer dazu gezwungen habe, höhere Arzneimittelpreise zu akzeptieren, damit die Preise in den USA sinken könnten. "Das könnte ich auch für Grönland tun", sagte Trump. "Ich könnte Zölle gegen Länder verhängen, wenn sie sich nicht auf Grönland einigen, denn wir brauchen Grönland für unsere nationale Sicherheit. Das könnte ich tun."

"Ich bin der Zollkönig!" Donald Trump sorgt für Kopfschütteln

Konkret wurde er zunächst nicht. Er ließ offen, welche Länder betroffen wären und wie hoch die Abgaben ausfallen könnten. "Ich bin der Zollkönig, und der Zollkönig hat großartige Arbeit geleistet", sagte Trump. "Ich hoffe, dass wir den Fall vor dem Obersten Gerichtshof gewinnen, denn wenn wir das nicht tun, wäre das eine Schande für unser Land." Der Oberste Gerichtshof könnte jederzeit über die Rechtmäßigkeit der Zölle entscheiden.

Ein Mitschnitt seiner "Zollkönig"-Aussage sorgt in den sozialen Netzwerken für reichlich Wirbel:

  • "Dass er das immer wieder sagt, macht es noch lange nicht wahr", schreibt in X-Nutzer.
  • "Immer selbstgefällig", heißt es in einem Tweet.
  • "Trump rezitiert diesen Unsinn wahrscheinlich nachts vor dem Spiegel", meint ein anderer X-Nutzer.
  • "Hat er wieder einen gefälschten Preis bekommen?", ist in einem weiteren Tweet zu lesen.
  • "Selbsternannte Titel ändern nichts an der Tatsache, dass Zölle die Preise für alle anderen erhöht haben", schreibt in X-Nutzer.
  • "Stabiles Genie zeigt erneut seine kognitiven Fähigkeiten", heißt es in einem Tweet.

Mit seinen erneuten Drohungen verschärft Trump den Konflikt um Grönland weiter. Ob es tatsächlich zu wirtschaftlichen Strafmaßnahmen kommt, bleibt offen. Klar ist jedoch: Der Ton aus Washington wird schärfer und sorgt sowohl diplomatisch als auch innenpolitisch für wachsende Spannungen.

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/news.de/dpa

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