Neuwahlen: Japan steuert auf Neuwahlen zu

Japans erste Regierungschefin Takaichi ist erst seit Kurzem im Amt. Sie regiert nur mit knapper Mehrheit im Unterhaus. Nun will sie scheinbar die guten Umfragewerte nutzen, um ihre Macht zu festigen.

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Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Семен Саливанчук

Japans nationalkonservative Ministerpräsidentin Sanae Takaichi will ihre Macht durch vorgezogene Wahlen sichern. Sie habe Vertretern ihres Regierungslagers signalisiert, zu diesem Zweck das Unterhaus zu Beginn der diesjährigen Parlamentssitzung am 23. Januar aufzulösen, berichteten japanische Medien. Sie dürfte dies demnach am Montag bekanntgeben. In Erwartung eines Sieges des Regierungslagers bei der im Februar erwarteten Wahl schloss die Tokioter Börse auf einem Rekordhoch. An den Märkten verspricht man sich eine Stärkung der aggressiven Finanzpolitik.

Die 64-jährige Takaichi war erst Ende Oktober zur ersten Regierungschefin ihres Landes gewählt worden. Als Chefin der regierenden LDP bildete sie eine Allianz mit der konservativ-neoliberalen Partei Ishin, nachdem die Partei Komeito die Koalition nach 26 Jahren wegen eines Spendenskandals der LDP beendet hatte. Takaichi will scheinbar die Gunst der Stunde nutzen, da sich ihr Kabinett hoher Beliebtheit erfreut. Dies weckt Hoffnungen, dass eine vorgezogene Wahl ihre fragile politische Position verbessern könnte, da die Regierungskoalition nur über eine hauchdünne Mehrheit im Unterhaus verfügt.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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