Donald Trump: Außer Rand und Band - "The Don" eskaliert während Rede immer weiter
US-Präsident Donald Trump drohte während einer Rede der Kongressabgeordneten Ilhan Omar öffentlich mit Gefängnis und ahmte ihre Stimme nach. Dann entsetzte "The Don" mit einer rassistisch kodierten Botschaft.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump erklärt Proteste als "fake"
- US-Präsident droht einer Abgeordneten mit Gefängnis
- "The Don" will Somaliern die Staatsbürgerschaft entziehen
- Donald Trump schickt rassistisch kodierte Botschaft
Bei einer Veranstaltung des Detroit Economic Club hat US-Präsident Donald Trump die Proteste gegen die Einwanderungsbehörde ICE in Minnesota als inszeniert bezeichnet. Die Demonstrationen seien "so fake", erklärte Trump in einer Rede, die vom Weißen Haus übertragen wurde, und verwies auf eine Frau, die in einem Video "Schande, Schande, Schande" gerufen hatte.
Donald Trump erklärt Proteste als "fake"
Der Präsident behauptete, die Protestierenden würden sich in Hotelzimmern treffen und ihre Aktionen gemeinsam einstudieren. "Das ist alles geübt. Sie nehmen Hotelzimmer und üben alle zusammen. Es ist ein kompletter Betrug", sagte Trump. Zudem kündigte er an, die Hintermänner der Finanzierung aufzudecken. Die Proteste hatten sich nach dem Tod von Renee Good entzündet, die wenige Tage zuvor von einem ICE-Beamten auf offener Straße in Minneapolis erschossen worden war.
Donald Trump droht Kongressabgeordneten mit Gefängnis
In seiner Rede griff Trump die demokratische Abgeordnete Ilhan Omar aus Minnesota scharf an. Er drohte damit, "jeden betrügerischen Politiker oder Beamten" einzusperren, der an "kranken Plänen zur Plünderung unseres Landes" beteiligt sei. "Denk darüber nach, Ilhan Omar", fügte er hinzu.
Der Präsident machte abfällige Bemerkungen über Omars Herkunftsland Somalia. "Sie lebt in Somalia. Sie haben keine Regierung, kein Militär, keine Polizei, sie haben nichts. Alles, was sie haben, ist Mord und das Ausrauben von Schiffen", sagte Trump. Er ahmte zudem die Stimme der Abgeordneten nach und bezeichnete sie als "totale Betrügerin".
- Für die Betrugsvorwürfe gegen Omar lieferte Trump keinerlei Belege. Die Kongressabgeordnete kam als Kind aus Somalia in die USA.
US-Präsident will Somaliern die Staatsbürgerschaft entziehen
Trump kündigte an, Somaliern, die wegen Betrugs verurteilt werden, die amerikanische Staatsbürgerschaft zu entziehen.
- "Wenn du nach Amerika kommst, um Amerikaner auszurauben, werfen wir dich ins Gefängnis und schicken dich zurück in das Land, aus dem du gekommen bist", erklärte er.
Nach US-Recht wäre ein solcher Schritt jedoch illegal. Die Staatsbürgerschaft kann nur unter sehr eingeschränkten Umständen entzogen werden - und ausschließlich bei Vergehen, die direkt mit dem Einbürgerungsstatus zusammenhängen.
Darüber hinaus drohte der Präsident, sämtliche Zahlungen an Minnesota einzustellen. "Wir werden sie nicht mehr bezahlen", sagte Trump. Er weitete diese Drohung auf alle sogenannten "Sanctuary Cities" aus - Städte, in denen Behörden den Aufenthaltsstatus von Menschen nicht abfragen dürfen. Diese Kommunen würden "Kriminelle auf Kosten amerikanischer Bürger schützen", begründete er den geplanten Zahlungsstopp.
Donald Trump schickt rassistisch besetzte Botschaft
Während seiner Ausführungen zu den geplanten Abschiebungen verwendete Trump zudem eine Formulierung, die als rassistisch kodiert gilt. Amerika werde bei der Befreiung von dieser "kulturellen Plage" seine "natürliche Energie und seinen heimischen Geist ["Native Spirit", Red.]" wiederentdecken, der das Land "wirklich wieder großartig" mache.
- "Native spirit" klingt positiv, reproduziert aber koloniale Denkweisen und wird deshalb in vielen Kontexten als unangemessen oder rassistisch konnotiert kritisiert.
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rut/news.de
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