Donald Trump: Ex-Mitarbeiterin spricht von Belästigung – Klage eingereicht
Eine Ex-Mitarbeiterin erhebt schwere Vorwürfe gegen Donald Trumps Golfclub: Belästigung, Diskriminierung und Zwang zu engen Uniformen. Der Club äußert sich nicht, der Fall läuft nun vor Gericht.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Klage gegen Donald Trump-Golfclub wegen Belästigung und Benachteiligung
- Mitarbeiterin soll gezwungen worden sein, enge Arbeitskleidung zu tragen
- Beschwerden führten zu Isolation, reduzierten Aufgaben, gesundheitlichen Problemen
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Es sind schwere Anschuldigungen gegen den Trump National Golf Club Bedminster: Eine ehemalige Mitarbeiterin erhebt in einer Klage massive Vorwürfe wegen körperlicher Belästigung, Diskriminierung und systematischer Einschüchterung. US-Präsident Donald Trump dürfte das nicht freuen.
Ex-Mitarbeiterin zieht vor Gericht gegen Donald Trump
Maria Hadley, frühere Bankettkellnerin und Teil des Veranstaltungsteams, hat laut "Newsweek" beim Obersten Gerichtshof von New Jersey Klage eingereicht. Sie schildert ein Arbeitsumfeld, das von anzüglichen Anspielungen, abwertendem Verhalten gegenüber Frauen und fehlender Unterstützung durch Vorgesetzte geprägt gewesen sein soll. Hadley war nach eigenen Angaben bis Ende August beschäftigt.
Uniform war zu klein und keine Alternative
Ein zentraler Punkt der Klage betrifft die Arbeitskleidung. Hadley gibt an, gezwungen worden zu sein, eine deutlich zu enge Uniform zu tragen. Hinweise auf die falsche Größe seien ignoriert worden. Erst mithilfe einer Kollegin habe sie heimlich passende Kleidung erhalten können. Vorgesetzte hätten eine Korrektur verweigert und ihr andernfalls mit Arbeitsverweigerung gedroht.
Anzügliche Kommentare und Übergriffe in Donald Trumps Golfclub
Laut Klageschrift seien weibliche Beschäftigte regelmäßig aufgefordert worden, "mehr zu lächeln", während über junge weibliche Gäste in unangemessener Weise gesprochen worden sei. Belästigungen durch zahlungskräftige Clubgäste seien geduldet worden. In einem Fall habe Hadley Berührungen durch einen Gast hinnehmen sollen, da dieser viel Geld im Club lasse. Die Klägerin beschreibt zudem eine systematische Benachteiligung von Frauen. Männer seien bevorzugt eingesetzt, schneller befördert und trotz geringerer Erfahrung in Führungspositionen gebracht worden. Abwertende Aussagen eines Clubmanagers über menstruierende Mitarbeiterinnen seien laut Klage ebenfalls gefallen.
Meldung führt zu Konsequenzen für Klägerin
Nachdem Hadley einen Barkeeper wegen der mutmaßlichen Ausgabe von Alkohol an minderjährige Kolleginnen gemeldet habe, sei sie nach eigenen Angaben Ziel von Vergeltungsmaßnahmen geworden. Ihre Arbeitszeiten seien reduziert, Aufgaben verschlechtert und sie sozial isoliert worden. Beschwerden beim Management seien folgenlos geblieben. Das beschriebene Arbeitsumfeld habe sich laut Klage massiv auf Hadleys Gesundheit ausgewirkt. Stressbedingte Beschwerden hätten zu einer Verschlechterung ihres Mastzellaktivierungssyndroms geführt. Zwei Krankenhausaufenthalte seien die Folge gewesen. Am Ende habe sie keine andere Möglichkeit gesehen, als den Job aufzugeben.
Kontaktaufnahme mit Eric Trump
In ihrer Verzweiflung wandte sich Hadley nach eigenen Angaben auch an Eric Trump. Sie habe darauf hingewiesen, dass sie selbst Trump-Wählerin sei und dem Präsidenten nicht schaden wolle. Dennoch habe sie das Verhalten einzelner Mitarbeiter als untragbar beschrieben und zum Eingreifen aufgefordert. Trotz einer angeblich von Donald Trump persönlich angeordneten Bonuszahlung an alle Beschäftigten habe Hadley das Geld nicht erhalten. Laut Klage sei sie die einzige Mitarbeiterin gewesen, die leer ausging und das mutmaßlich wegen ihrer vorherigen Beschwerden.
Ihre Klage richtet sich nun gegen den Golfclub selbst sowie mehrere namentlich genannte Führungskräfte und Mitarbeitende. Eine Stellungnahme der Trump Organization oder des Clubs liegt bislang nicht vor. Die Vorwürfe sind nicht rechtskräftig festgestellt, das Verfahren läuft.
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mlk/gom/news.de
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