Donald Trump: Historiker schlägt Alarm - Museum löscht die dunklen Kapitel seiner ersten Amtszeit
Was hat das zu bedeuten? Ein Museum in Washington hat die dunklen Kapitel von Donald Trumps erster Amtszeit einfach ausradiert. Eine Gedenktafel, auf der seine zwei Amtsenthebungsverfahren sowie der Kapitol-Sturm Erwähnung fanden, wurde kurzerhand entfernt. Ein Historiker zeigt sich alarmiert.
Erstellt von Franziska Kais - Uhr
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- Dunkle Stunden aus Trumps erster Amtszeit einfach ausradiert in Museum
- National Portrait Gallery entfernt Informationstafel zu Amtsenthebungsverfahren und Kapitol-Sturm
- Skandale anderer Präsidenten finden weiterhin Erwähnung
- Historiker schlägt Alarm und spricht von "Versuch der Geschichtssäuberung"
Die National Portrait Gallery in Washington hat die Informationstafel zu Donald Trumps Präsidentenporträt geändert und damit die dunklen Stunden seiner ersten Amtszeit einfach ausradiert. Damit gibt es in dem Museum keine Hinweise mehr auf Donald Trumps zwei Amtsenthebungsverfahren sowie den Angriff auf das US-Kapitol am 6. Januar 2021.
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Donald Trumps dunkle Stunden seiner ersten Amtszeit einfach ausradiert
Das zum Smithsonian gehörende Museum begründete die fragwürdige Maßnahme mit einer Überprüfung der Beschriftungen. Wie das britische Nachrichtenportal "Metro" schreibt, begründete das Museum diesen Schritt damit, "weniger beschreibende Gedenktafeln" ausprobieren zu wollen. Ob Donald Trump oder seine Regierung bei der Entfernung der Informationstafel ihre Finger im Spiel hatten, bleibt unklar. Klar ist jedoch: Die Umgestaltung erfolgt im Rahmen einer umfassenden Überprüfung von Museumsausstellungen durch Trumps Regierung.
Skandale anderer Präsidenten finden weiterhin Erwähnung
Bemerkenswert ist zudem, dass ausschließlich Donald Trumps Gedenktafel verändert wurde. Bei anderen Präsidenten in der Galerie sind die Hinweise auf Amtsenthebungsverfahren und Skandale weiterhin zu finden. So dokumentiert etwa die Beschriftung zu Bill Clinton noch immer dessen Amtsenthebungsverfahren. Eine Begründung für diese unterschiedliche Behandlung lieferte das Museum nicht.
Donald Trump nimmt Museum ins Visier und will Geschichte beschönigen
Es liegt daher die Vermutung nahe, dass die Änderung an Donald Trumps Porträt Teil einer größeren Kampagne ist. Denn der US-Präsident hatte das Smithsonian zuvor kritisiert, weil es Amerika seiner Meinung nach einen "negativen Ruf" verleihe. Insbesondere störte sich Trump am Fokus darauf, "wie schlimm die Sklaverei war", und warf dem Museum vor, "antiamerikanische Ideologie" zu verbreiten. Das Weiße Haus kündigte wenig später an, aktuelle und frühere Ausstellungen dahingehend zu überprüfen, ob sie mit Trumps Agenda und "Geschichtsverständnis" übereinstimmen.
Historiker schlägt Alarm und spricht von "Versuch der Geschichtssäuberung"
Experten betrachten Maßnahme wie diese mit großer Sorge. Der Historiker und Propaganda-Experte Ian Garner bezeichnete Trumps Vorgehen als "ziemlich unverhüllten Versuch, Geschichte zu säubern, um seine eigene Macht zu maximieren". Sollte der US-Präsident mit derartigen Umgestaltungen erfolgreich sein, drohe nicht nur eine Verzerrung des Verständnisses von Vergangenheit und Gegenwart, sondern auch der künftigen Entwicklung des Landes, warnte Garner.
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fka/gom/news.de/stg
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