Massenproteste: Bericht: Mehr als 700 Demonstranten im Iran getötet

Die Proteste im Iran verlieren an Intensität. Erstmals können Iranerinnen und Iraner wieder im Ausland anrufen. Sie erzählen auch von staatlicher Gewalt.

Erstellt von - Uhr

Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). (Foto) Suche
Täglich bestens informiert mit den aktuellen Politik-Nachrichten auf news.de (Symbolbild). Bild: Adobe Stock / Microgen

Bei den landesweiten Protesten gegen die autoritäre Staatsführung im Iran sind nach Angaben von Menschenrechtlern mehr als 700 Demonstranten getötet worden. Die Menschenrechtsorganisation Iran Human Rights (IHRNGO) mit Sitz in Oslo bezifferte die Toten seit Ausbruch der Proteste Ende Dezember auf mindestens 734.

Die Organisation warnte aber auch davor, dass die tatsächliche Zahl der Todesopfer deutlich höher, gar bei Tausenden, liegen könnte. "Aufgrund der vollständigen Abschaltung des Internets seit Donnerstagabend und der massiven Einschränkungen des Informationszugangs ist eine unabhängige Überprüfung dieser Zahlen derzeit äußerst schwierig", hieß es in dem Bericht.

Der iranische Staat verteidigte das gewaltsame Vorgehen damit, dass es sich bei den Teilnehmern der Unruhen um "Terroristen" oder "Randalierer" gehandelt habe. Dutzende Sicherheitskräfte seien getötet worden, hieß es in Berichten des staatlichen Rundfunks.

Alle Informationen können derzeit nicht unabhängig überprüft werden. Am Dienstag konnten Landesbewohner erstmals wieder ins Ausland telefonieren. Das Internet blieb weiter gesperrt. Bewohner der Hauptstadt Teheran berichteten von schrecklichen und von Gewalt überschatteten Nächten.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

Weitere aktuelle News im Ressort "Politik":

/roj/news.de

Themen:

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.