Donald Trump: Experten warnen vor Milliarden-Orgien – US-Präsident führt Untergang herbei

Donald Trump greift tief in die Staatskasse – und lässt den Kongress links liegen. Milliarden fließen, die Märkte zucken, Analysten warnen vor gefährlichen Parallelen zu China und Japan. Droht den USA ein finanzpolitischer Kontrollverlust?

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Mit milliardenschweren Finanzmanövern, kreativer Haushaltsführung und wachsendem Druck auf die Notenbank sorgt der US-Präsident für Unruhe an den Märkten. (Foto) Suche
Mit milliardenschweren Finanzmanövern, kreativer Haushaltsführung und wachsendem Druck auf die Notenbank sorgt der US-Präsident für Unruhe an den Märkten. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Anleger schlagen Alarm: Trumps milliardenschwere Finanzmanöver sorgen für wachsende Nervosität an den Märkten
  • Verfassungsrechtlich heikel: Experten warnen vor Umgehung des Kongresses bei zentralen Ausgabenentscheidungen
  • Fed im Visier: Trumps Ambitionen auf Kontrolle der Notenbank befeuern Sorgen um Dollar, Inflation und Stabilität

Donald Trump macht Tempo – und Anleger weltweit bekommen kalte Füße. Mit milliardenschweren Finanzmanövern, kreativer Haushaltsführung und wachsendem Druck auf die Notenbank sorgt der US-Präsident für Unruhe an den Märkten. Analysten warnen: Was hier passiert, ist nicht nur riskant, sondern könnte die Grundpfeiler der amerikanischen Finanzordnung erschüttern.

Donald Trump schmeißt Milliarden zum Fenster raus

Wie "Rawstory" berichtet, wächst unter Investoren die Sorge, dass US-Präsident Donald Trump mit ungebremsten Ausgabenprogrammen die wirtschaftliche Stabilität der USA gefährden könnte. Der Republikaner setzt große Summen ein, um seine politischen Prioritäten durchzusetzen. Er schreckt dabei offenbar nicht davor zurück, etablierte Kontrollmechanismen zu umgehen.

So zapfte Trump unter anderem rund 200 Milliarden Dollar aus den staatlichen Hypothekenfinanzierern Fannie Mae und Freddie Mac an, um Hypothekenanleihen zu bedienen. Zusätzlich sollen 20 Milliarden Dollar aus einem Fonds des Finanzministeriums für einen Währungsswap mit Argentinien mobilisiert worden sein. Mehrere Analysten erklärten gegenüber Axios, diese Schritte seien verfassungsrechtlich fragwürdig.

Scharfe Kritik von Trump: "Kommunismus mit kapitalistischen Zügen"

Die Kritik aus der Finanzwelt fällt ungewöhnlich deutlich aus. "Die Exekutive wird sehr kreativ im Umgang mit den ihr zur Verfügung stehenden Geldmitteln, ohne dass der Kongress dies überwacht", sagte Ed Al-Hussainy, Portfoliomanager bei Columbia Threadneedle. Seine drastische Einschätzung: "Das ist Kommunismus mit kapitalistischen Zügen."

Auch andere Marktbeobachter schlagen Alarm. Forschungsstrategen von BCA verglichen Trumps Politik intern sogar mit den Maßnahmen des New Yorker Bürgermeisters Zohran Mamdani und des chinesischen Staatschefs Xi Jinping – ein Vergleich, der in der Finanzwelt als Warnsignal gilt.

Umgehung des Kongresses: Anleger sehen gefährlichen Präzedenzfall

Besonders brisant: Trump scheint entschlossen, den Kongress bei der Finanzierung seiner Agenda systematisch zu umgehen. Peter Tchir, Leiter der Makroabteilung bei Academy Securities, warnte seine Kunden unmissverständlich: "Ich glaube nicht, dass sie sich an traditionelle Methoden halten werden, um ihre Ziele zu erreichen", sagte Tchir. "Sie haben gesagt, was sie wollen. Der Markt scheint sie zu ignorieren." Doch genau dieses Ignorieren könnte sich rächen – denn immer mehr Investoren beginnen, die langfristigen Folgen einzupreisen.

Der "ultimative Sieg" für Donald Trump?

Besonders alarmiert sind Anleger über Trumps Ambitionen, mehr Kontrolle über die Federal Reserve und ihre Bilanz zu erlangen. Für Al-Hussainy wäre dies der "ultimative Sieg" des Präsidenten – mit potenziell gravierenden Folgen. "Das kann Konsequenzen haben", berichtete Axios. Als warnendes Beispiel wird Japan angeführt: Dort erleichterten jahrelange Anleihekäufe der Zentralbank der Regierung die Kreditaufnahme massiv. Die Folge: explodierende Staatsschulden. Als nach der Pandemie die Inflation anzog, fehlte der Bank of Japan der Spielraum zum Gegensteuern – der Yen verlor deutlich an Wert.

Ermittlungen gegen Fed-Chef Powell schocken die Märkte

Zusätzliche Unruhe brachte eine Untersuchung der Bundesstaatsanwaltschaft gegen Fed-Chef Jerome Powell, seit Langem ein erklärtes Feindbild Trumps. Hintergrund ist Powells Aussage aus dem vergangenen Sommer zu Reformen der Zentralbank. Die Reaktion der Märkte ließ nicht lange auf sich warten: Aktien-Futures gaben nach, der Dollar schwächte sich ab, während der Goldpreis auf ein Rekordhoch kletterte – ein klassisches Zeichen wachsender Unsicherheit.

Weißes Haus kontert Kritik mit "America First"

Das Weiße Haus weist die Vorwürfe jedoch entschieden zurück. "Das amerikanische Volk hat Präsident Trump am Wahltag ein klares Mandat erteilt, den zerbrochenen Status quo in Washington, D.C. zu zerschlagen und tatsächlich die Amerikaner und Amerika an die erste Stelle zu setzen", sagte Sprecher Kush Desai gegenüber Axios. "Dazu gehört auch die Förderung einer America-First-Agenda, um Joe Bidens Krise der Bezahlbarkeit zu beenden und unsere nationale Sicherheit zu gewährleisten, ohne unnötig Steuergelder zu verschwenden."

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