Lars Klingbeil: Klingbeil: Grönlands Zukunft ist nicht Sache der USA

Offiziell geht es bei den Finanzminister-Gesprächen in den USA um kritische Rohstoffe. Doch Vizekanzler Klingbeil macht vor Abreise deutlich, dass er bei einem anderen Thema keine Kompromisse sieht.

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Bundesfinanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) beim Ablegen des Amtseids im Bundestag. (Foto) Suche
Bundesfinanzminister und Vizekanzler Lars Klingbeil (SPD) beim Ablegen des Amtseids im Bundestag. Bild: picture alliance/dpa | Michael Kappeler

Vor Gesprächen in Washington ermahnt Vizekanzler Lars Klingbeil die USA, die territoriale Souveränität Grönlands zu achten. "Es ist allein Sache Dänemarks und Grönlands, über die Zukunft Grönlands zu entscheiden", sagte der SPD-Chef vor der Abreise in Berlin. Völkerrechtliche Prinzipien wie die Achtung der territorialen Souveränität und Integrität gälten für alle – "auch für die Vereinigten Staaten", betonte er. "Die Sicherheit in der Arktis erhöhen wir miteinander als Nato-Verbündete, nicht in einem Gegeneinander."

Die USA haben Finanzminister mehrerer Länder nach Washington eingeladen, um über den Zugang zu kritischen Rohstoffen zu sprechen. Klingbeil hat bereits angekündigt, dass es am Rande der Gespräche auch um die US-Ambitionen in Grönland gehen werde.

Präsident Donald Trump hat zuletzt mehrfach mit der gewaltsamen Einnahme Grönlands gedroht. Dabei verwies er auf die große strategische Bedeutung der Insel und eine zuletzt große Präsenz von russischen und chinesischen Schiffen in der Region. Für Beunruhigung sorgen Trumps Äußerungen vor allem, weil er militärischen und wirtschaftlichen Zwang nicht ausschloss, um Kontrolle über Grönland erlangen.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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