Konflikt um Grönland: Grönlands Parteichefs: Wir wollen keine Amerikaner sein
US-Präsident Trump will das offiziell zu Dänemark gehörende Grönland unter seine Kontrolle bringen. Das lehnt nicht nur Kopenhagen ab. Auch Grönlands Parteichefs sind sich in dieser Frage einig.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Grönlands Politik demonstriert angesichts der Besitzansprüche von US-Präsident Donald Trump auf die zu Dänemark gehörende Insel Einheit. "Wir wollen keine Amerikaner sein, wir wollen keine Dänen sein, wir wollen Grönländer sein", heißt es in einer von den fünf Parteien im grönländischen Parlament Inatsisartut unterzeichneten gemeinsamen Erklärung. Man wolle, dass die USA "ihre Geringschätzung gegenüber unserem Land einstellen", betonen die Parteivorsitzenden. "Die Zukunft Grönlands muss vom grönländischen Volk entschieden werden", heißt es in dem Schreiben weiter.
Grönland mit seinen knapp 57.000 Einwohnern ist weitgehend autonom, gehört aber offiziell zum Königreich Dänemark. Trump hat deutlich gemacht, dass er die Insel unter Kontrolle der Vereinigten Staaten bringen will. Dabei verwies er auf deren strategische Bedeutung und eine zuletzt große Präsenz von russischen und chinesischen Schiffen in der Region. Für Beunruhigung sorgt Trumps Äußerungen vor allem, weil er bislang auch militärischen und wirtschaftlichen Zwang nicht ausschloss, um Kontrolle über Grönland zu erlangen.
Die dänische Regierung weist Trumps Anspruch entschieden zurück. Regierungschefin Mette Frederiksen warnte vor einem Ende des Verteidigungsbündnisses Nato, sollten die USA Grönland angreifen. Grönlands Parteivorsitzende erklärten nun, es müsse ein intensiver Dialog "mit unseren Verbündeten und den Ländern, mit denen wir zusammenarbeiten", sichergestellt werden. Man werde sich weiter für die Sicherheit der Bevölkerung im ganzen Land einsetzen, hieß es. Die Insel ist zu vier Fünfteln mit Eis bedeckt und sechsmal so groß wie Deutschland.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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