Protestwelle: Irans Führer verurteilt Proteste – Bericht über Tote
Am Donnerstagabend erlebte der Iran die größten Demonstrationen seit Beginn der aktuellen Protestwelle. Das Internet ist seit Stunden abgeschaltet. Es gibt Berichte über Tote.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Irans oberster Führer hat die landesweiten Proteste gegen die Staatsführung scharf verurteilt. In einer am Freitag veröffentlichten Rede sprach Ajatollah Ali Chamenei von "Unruhestiftern" und "dem Land schädlichen" Menschen. "Es gibt auch Leute, deren Arbeit Zerstörung ist", sagte er. Sie richteten Zerstörung an, "nur damit sich der Präsident der Vereinigten Staaten freut", sagte das Staatsoberhaupt mit Blick auf Donald Trump.
Der US-Präsident hatte der iranischen Führung bereits mehrfach mit einem Einschreiten gedroht, sollte die Staatsmacht Demonstranten töten. Am Donnerstagabend erlebte der Iran die größten Demonstrationen seit Beginn der aktuellen Protestwelle Ende Dezember. Der iranische Sicherheitsapparat hat das Internet für die Bevölkerung seit mehr als 14 Stunden vollständig abgeschaltet. Der iranische Rundfunk veröffentlichte Chameneis Rede auf Telegram.
Berichte über zahlreiche Tote
Unterdessen mehren sich Berichte über zahlreiche Tote, nachdem Sicherheitskräfte am Donnerstag das Feuer auf Demonstrierende eröffnet haben sollen. Unverifizierte Videos in sozialen Netzwerken zeigen blutüberströmte junge Menschen nach einer Kundgebung auf dem Boden eines Gebäudes in einem Vorort nahe der Hauptstadt Teheran. Der staatliche Rundfunk sprach in einem Bericht von Demonstrationen, die "von terroristischen Elementen unterwandert" worden seien. Demnach kamen am Donnerstag mehrere Menschen ums Leben.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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