Donald Trump: "The Don" steuert auf Katastrophe zu - Experte sieht "Sucht-Problem"

Ein Verteidigungsexperte schlägt Alarm: Donald Trumps "Sucht nach Kontrolle und Aufmerksamkeit" könnte durch einen einzigen Fehler eines gestressten Beamten einen größeren Konflikt auslösen. Es könnte in einem Desaster enden.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Endet Donald Trumps Amtszeit in einem "Desaster"? (Foto) Suche
Endet Donald Trumps Amtszeit in einem "Desaster"? Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump ist Aufmerksamkeit wichtiger als Frieden
  • Experte nimmt Trump-Plan auseinander: "Aber darin läge kein Drama"
  • Trumps Kartenhaus könnte durch Fehlkalkulation einstürzen

Der britische Verteidigungsexperte Chris Hughes hat scharfe Kritik an Donald Trumps außenpolitischem Kurs geübt. In einem Beitrag im britischen "Mirror" bezeichnete er das Vorgehen des US-Präsidenten in Venezuela und Grönland als "manisch". Hughes warnt eindringlich: Trump steuere auf eine Katastrophe zu.

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Donald Trump ist Aufmerksamkeit wichtiger als Frieden

Der Experte wirft Trump vor, keinerlei Respekt für diplomatische Gepflogenheiten zu zeigen. Diese Normen hätten über Jahrzehnte einen dritten Weltkrieg verhindert. Für den Präsidenten sei Aufmerksamkeit wichtiger als Frieden und etablierte diplomatische Standards, so Hughes' Einschätzung.

Experte nimmt Trump-Plan auseinander: "Aber darin läge kein Drama"

Hughes kritisiert Trumps Herangehensweise an die Grönland-Thematik als unnötig provokant. Der Präsident könnte schlicht um zusätzliche Frühwarnsysteme und einige tausend weitere Soldaten auf der Insel bitten - ähnlich wie während des Kalten Krieges.

  • "Aber darin läge kein Drama, kein amerikanisches Muskeln-Spielen oder Posieren", schreibt der Verteidigungsexperte.

Stattdessen häufe Trump immer neue Drohungen an, Amerika müsse Grönland aus Gründen der nationalen Sicherheit übernehmen. Das Tempo der globalen Verwerfungen mit Trump im Mittelpunkt sei kaum noch nachvollziehbar. Die Ereignisse würden in einem derartigen Wirbelsturm präsentiert, dass sie kaum noch glaubhaft erschienen.

Trumps Kartenhaus könnte durch Fehlkalkulation einstürzen

Der Verteidigungsexperte warnt eindringlich vor den Risiken menschlicher Fehler in dieser aufgeheizten Atmosphäre. Trump habe nicht bedacht, dass ein einziger Irrtum einen größeren Konflikt auslösen könnte.

  • "Eine Fehlkalkulation eines gestressten Beamten könnte jede dieser hochbrisanten, unglaublich intensiven historischen Momente in Richtung eines größeren Konflikts katapultieren", warnt Hughes.

Besonders beunruhigend findet der Analyst, dass die meisten dieser Eskalationen vermeidbar wären. "Es ist manchmal schwer, sich daran zu erinnern, dass die meisten Interventionen völlig unnötig sind", schreibt er.Der Präsident agiere in seiner "groben, manischen Art" ohne innezuhalten oder auf Details zu achten. Dabei werde er unweigerlich ein entscheidendes Element übersehen.

Das Fazit des Experten fällt düster aus: Trumps Vorgehen sei nicht nachhaltig und verliere bereits an Schwung. "Es ist, als ob Trump weiß, dass er auf eine Katastrophe zusteuert, aber seine Sucht nach Kontrolle [...] und Aufmerksamkeit bedeutet, dass er nicht aufhören kann", schreibt Hughes.

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