Donald Trump: Schluss nach sechs Jahren - großer Ausverkauf beginnt

Ausgerechnet jetzt, wo Donald Trump wieder im Weißen Haus sitzt, macht ein treuer Anhänger seinen Fanshop dicht. Nach sechs Jahren schließt der Laden mit einer satten Rabattaktion. Diese Entwicklung begünstigte auch der US-Präsident.

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Ein Geschäft mit Fanartikeln von Donald Trump schließt nach vielen Jahren. (Foto) Suche
Ein Geschäft mit Fanartikeln von Donald Trump schließt nach vielen Jahren. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • "Trump Store" schließt nach sechs Jahren.
  • Das Interesse an Trump-Fanartikel ist nach dem Amtsantritt gesunken.
  • Ausverkauf mit Schnäppchenpreisen.

Nach sechs Jahren ist Schluss: Der "Trump Store" im pennsylvanischen Bensalem wird Ende Januar seine Türen für immer schließen. Fans des US-Präsidenten verlieren das Interesse. Besitzer Mike Domanico macht dafür vor allem die eingebrochenen Verkaufszahlen seit Donald Trumps Rückkehr ins Weiße Haus verantwortlich.

"Trump Store" schließt: Ausverkauf im MAGA-Laden

Noch bis Ende Januar verkauft der Laden T-Shirts und andere Fanartikel von Donald Trump, schreibt der Besitzer auf Facebook. Bis zum letzten Verkaufstag am 31. Januar lockt das Geschäft mit drastisch reduzierten Preisen: T-Shirts gibt es bereits ab drei Dollar, Kappen ab fünf Dollar.

Nach sechs Jahren ist Schluss: Trump-Werbung nicht mehr interessant

Gegenüber "Newsweek" erklärte der Ladeninhaber, dass die Umsätze seit der Wahl 2024 deutlich zurückgegangen seien. "Der Laden hat seinen Lauf genommen. Es waren sechs Jahre und die Wahlen sind vorbei. Trump wird nicht mehr bei einer weiteren Wahl antreten." Dave Russell, der eine Kappe in dem Laden kaufte, äußerte sich gegenüber "ABC6" ähnlich zu den Gründen für die Aufgabe des Ladens. "Denn die meisten Artikel, die sie verkaufen, dienen der Werbung für Trump. Er ist bereits in seiner letzten Amtszeit. Man kann nicht viel mehr für ihn tun, als er bereits erreicht hat."

Ursprünglich hatte Domanico das Geschäft 2020 nur als vorübergehenden Laden für die damalige Präsidentschaftswahl geplant. Doch der Erfolg übertraf alle Erwartungen. "Es lief so gut, dass ich es offengelassen gelassen habe", erklärte er. "Es ist so etwas wie ein Wahrzeichen in der Gegend geworden." Dave Russel, ein Kunde des Ladens, sieht ähnliche Gründe für die Aufgabe des Ladens. Bucks County markierte während der US-Wahl 2024 eine wichtige Region für Donald Trump. Der Swing State half dem US-Präsidenten, zum zweiten Mal in das Weiße Haus einzuziehen.

Der Store entwickelte sich zu weit mehr als einem reinen Verkaufsort für Trump-Fanartikel. Anhänger des Präsidenten nutzten ihn als Treffpunkt, manche nahmen sogar 15-stündige Anreisen auf sich. "Es war ein großer Gewinn für die Gemeinschaft", so Domanico. "Ich hasse es, zu schließen, aber es ist einfach Zeit." Neben den sinkenden Umsätzen spielen auch praktische Gründe eine Rolle: Der Mietvertrag läuft im Februar aus, und Domanico möchte sich künftig verstärkt dem Handel auf Waffenmessen widmen.

Ansturm während der Biden-Regierung: Interesse nach Trumps Amtsantritt abgefallen

Die Verkaufsentwicklung des Ladens folgte einer bemerkenswerten Logik: Ausgerechnet während der Amtszeit von Joe Biden florierte das Geschäft mit Trump-Artikeln. Laut "Philadelphia Inquirer" stiegen die Umsätze besonders stark, als der Ex-Präsident mit seinen zahlreichen Gerichtsverfahren Schlagzeilen machte und sich auf einen erneuten Anlauf aufs Weiße Haus vorbereitete. Mit dem tatsächlichen Wahlsieg im November 2024 kehrte sich der Trend jedoch um. Die Nachfrage nach Fanartikeln brach ein.

Ladenbesitzer ist treuer Fan seit vier Jahrzehnten

Trotz der Geschäftsaufgabe bleibt Domanico dem Präsidenten treu ergeben. Bereits in den 1980er Jahren, als er selbst im Immobiliengeschäft tätig war, wurde er zum Trump-Bewunderer. "Ich bin nicht erst auf den Zug aufgesprungen, als er für das Präsidentenamt kandidierte. Ich war schon vorher ein Fan", betonte er gegenüber "Newsweek". Trumps zweite Amtszeit bewertet er positiv: Der Präsident mache "großartige Sachen".

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