Donald Trump: So unbeliebt wie nie - er verliert das Vertrauen seiner Anhänger
Nur noch 81 Prozent der republikanischen Wähler stehen hinter Donald Trump - ein Absturz von 13 Prozentpunkten seit seiner Vereidigung. Experten warnen bereits vor dem nächsten Rückschlag für "The Don".
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump: US-Präsident kann Sinkflug nicht stoppen
- Donald Trump: Was seinen Absturz verstärkt
- Politologe warnt vor Konsequenzen für Trump bei Zwischenwahlen
Die Unterstützung für Donald Trump innerhalb seiner eigenen Partei ist auf den tiefsten Stand seit Beginn seiner zweiten Amtszeit gesunken. Eine aktuelle Erhebung von "The Economist" und YouGov zeigt, dass "nur noch" 81 Prozent der republikanischen Wähler Trumps Arbeit als Präsident gutheißen. Der Anteil der Unzufriedenen liegt bei 16 Prozent.
Donald Trump: US-Präsident kann Sinkflug nicht stoppen
Zum Vergleich: Kurz nach seiner Vereidigung Ende Januar erreichte Trump noch Spitzenwerte von 94 Prozent Zustimmung unter Anhängern der Republikaner. Im Dezember lag der Wert noch bei 84 Prozent.
Insgesamt fällt das Urteil der amerikanischen Bevölkerung deutlich kritischer aus. Die Gesamtzustimmung beträgt lediglich 39 Prozent, während 56 Prozent der Befragten Trumps Amtsführung ablehnen. Die Umfrage wurde zwischen dem 2. und 5. Januar unter 1.551 Personen durchgeführt.
Donald Trump: Was seinen Absturz verstärkt
Mehrere Faktoren tragen offenbar zum Vertrauensverlust bei. Bedenken hinsichtlich der wirtschaftlichen Lage, des Gesundheitswesens, der Außenpolitik sowie die Veröffentlichung der Epstein-Akten haben die Unzufriedenheit verstärkt. Dies wirft Fragen über Trumps anhaltende Dominanz innerhalb der Republikanischen Partei auf.
- YouGov-Analyst Allen Houston erklärte gegenüber "Newsweek": "Die Netto-Zustimmung unter Republikanern - der Prozentsatz der Zustimmenden minus der Ablehnenden – liegt bei +65, dem niedrigsten Wert seiner zweiten Amtszeit."
- Houston wies zudem darauf hin, dass die Zustimmungswerte in der vergangenen Woche bei Republikanern und Frauen gesunken seien, während sie bei Menschen mit hispanoamerikanischer oder spanischer Herkunft und Männern gestiegen seien.
- Ob diese Veränderungen bedeutsam sind oder normale wöchentliche Schwankungen widerspiegeln, lasse sich noch nicht sagen.
Politologe warnt vor Konsequenzen für Trump bei Zwischenwahlen
Robert Y. Shapiro, Professor an der Columbia University, sieht in den sinkenden Beliebtheitswerten vor allem ein Problem für die Republikanische Partei mit Blick auf die Kongresswahlen 2026. Die treibenden Kräfte hinter dem Abwärtstrend seien Inflation, wirtschaftliche Probleme und Bezahlbarkeit sowie die Wahrnehmung, dass Trumps Zölle nicht geholfen hätten.
Der Experte warnte gegenüber "Newsweek": Trump werde es nicht gefallen, einem demokratisch kontrollierten Repräsentantenhaus gegenüberzustehen, das jede nicht-überparteiliche Gesetzgebung blockieren und umfangreiche Untersuchungen gegen ihn und andere Regierungsbeamte einleiten könne.
Trump bezeichnet Umfragen als manipuliert
Der Präsident selbst weist die negativen Erhebungen zurück. Im Dezember schrieb Trump auf seinem Netzwerk Truth Social, die Umfragen seien "noch mehr manipuliert als die Journalisten". Er verwies auf eine sichere Grenze, keine Inflation, ein starkes Militär und eine großartige Wirtschaft.
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rut/news.de
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