Berlin: DRK-Präsident beklagt fehlende Investitionen in Bevölkerungsschutz
Sabotage, hybride Angriffe - wie gut ist Deutschland auf Krisensituationen vorbereitet? Schlecht, meint der frühere Bundesgesundheitsminister Gröhe. Und der Chef der Kassenärzte pflichtet ihm bei.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Der Präsident des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), Hermann Gröhe, hat angesichts des Stromausfalls in Berlin fehlende Investitionen des Bundes in den Bevölkerungsschutz beklagt. Deutschlandweit würden mindestens zehn Mobile Betreuungsmodule gebraucht, mit denen in länger andauernden Krisensituationen jeweils 5.000 Menschen versorgt werden könnten, sagte Gröhe dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND).
Ausfinanziert seien jedoch nur anderthalb, im aktuellen Bundeshaushalt seien keine Finanzmittel für weitere Module eingestellt. "Es wird in diesen Tagen deutlich, wie wichtig Ausweichmöglichkeiten und eine ausreichende Bevorratung an Materialien zur Bewältigung solcher Lagen sind", betonte der frühere CDU-Politiker und Bundesgesundheitsminister.
Der Stromausfall in Teilen Berlins zeige nochmals, wie anfällig die kritische Infrastruktur sei und welche Bedeutung der Schutz der Bevölkerung habe. "Der alleinige Blick auf das Militärische greift zu kurz. Der Zivil- und Katastrophenschutz ist ein zentraler Bestandteil für die gesellschaftliche Widerstandsfähigkeit und Teil der Daseinsvorsorge des Staates", mahnte der DRK-Präsident.
Kassenärztechef Andreas Gassen verlangte, auch das Gesundheitssystem an die angespannte Sicherheitslage anzupassen. "Auf einen Angriff mit Tausenden Opfern, nach dem zur Versorgung Verwundeter auch die Praxen gebraucht würden, sind wir nicht ansatzweise vorbereitet", sagte der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV) der "Neuen Osnabrücker Zeitung". "Auch vier Jahre nach dem russischen Überfall auf die Ukraine gibt es kein Konzept des Bundes zur optimalen Nutzung aller ärztlichen Strukturen und zur Lösung von Problemen der Lagerung."
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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