Friedrich Merz News: Bundesregierung verurteilt Medwedew-Äußerungen zu Merz scharf
Ex-Kremlchef Medwedew wird seinem Ruf als Scharfmacher einmal mehr gerecht. Er bringt eine Entführung von Kanzler Merz nach dem Maduro-Vorbild ins Spiel. Die Reaktion in Berlin fällt scharf aus.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
Suche
Die Bundesregierung hat Äußerungen des früheren russischen Präsidenten Dmitri Medwedew zu einer möglichen Entführung von Kanzler Friedrich Merz strikt zurückgewiesen. "Derartige Drohungen verurteilen wir auf das Schärfste", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. Nach seinen Angaben sieht die Bundesregierung keinen Anlass, wegen der Äußerungen die Sicherheitsvorkehrungen für den Schutz des Kanzlers nachzubessern.
Schutz des Kanzlers muss nicht korrigiert werden
"Die vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen haben sich bewährt und bieten einen anlassbezogenen und der Gefährdungslage des Bundeskanzlers angemessenen Schutz", betonte Hille. Kanzler Merz sei "gut und sicher geschützt". Die Beamtinnen und Beamten der Sicherungsgruppe des Bundeskriminalamts gehörten "zu den Besten der Welt".
Medwedew beschimpft Merz als Neonazi
Der frühere Kremlchef Medwedew hatte in einem Gespräch mit der russischen Staatsagentur Tass gesagt, dass er sich analog zu dem gewaltsamen Vorgehen der USA in Venezuela ähnliche Entführungsaktionen gegen andere Staats- oder Regierungschefs vorstellen könne, auch gegen Merz.
"Die Entführung des Neonazis Merz könnte eine hervorragende Wendung in dieser Karnevalsserie sein", sagte der aktuelle Vizevorsitzende des nationalen Sicherheitsrats in Moskau. "Es gibt sogar Gründe, ihn in Deutschland zu verfolgen, daher wäre es kein Verlust, zumal die Bürger umsonst leiden."
Medwedew hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr zum Scharfmacher gegen den Westen entwickelt. Er bezog sich auf die Gefangennahme des autoritären venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Truppen in Venezuela, der anschließend in die USA gebracht wurde.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Politik":
Wolodymyr Selenskyj: Ex-Kremlchef Medwedew sorgt mit Todesdrohung für Fassungslosigkeit
Kriminalität: Ministerium: Stromausfall-Täter "nicht abschließend geklärt"
Notlage in der Hauptstadt: Berlin erhält Hilfe von Bundeswehr
Donald Trump: Trump-Drohung: Deutschland und Litauen unterstützen Dänemark
Noch mehr Nachrichten über Friedrich Merz lesen Sie hier.
kns/roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.