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Kim Jong-un: Geburtstag des Diktators treibt Volk in Hungersnot

Trotz Lebensmittelknappheit in Nordkorea scheint es Diktator Kim Jong-un nicht einzusehen, selbst Abstriche zu machen. Nun verschlimmern die Vorbereitungen für den Geburtstag des Machthabers im kommenden Jahr sogar die Hungersnot in Nordkorea.

Kim Jong-un treibt das Volk in die Hungersnot. Bild: picture alliance/dpa/KCNA | -

Am 8. Januar 2022 feiert Kim Jong-un seinen 38. Geburtstag. Die Vorbereitungen für die landesweite Feier zu Ehren des Machthabers sind bereits in vollem Gange. So hat Kim Jong-un erneut dazu aufgerufen, sogenannte Geburtstagsbonbons herzustellen. Diese Bonbons haben seit vielen Jahren Tradition in Nordkorea. Sie werden bei den Geburtstagsfeierlichkeiten eines Machthabers an die Kinder verteilt. Doch ausgerechnet diese Bonbons verschlimmern die bestehende Lebensmittelknappheit in Nordkorea massiv und treiben das Volk in die Hungersnot.

Kim Jong-un treibt Volk in die Hungersnot

Denn das landesweite Backprojekt hat laut "Daily Star" die Mehl- und Zuckerversorgung in Nordkorea stark beeinträchtigt und die Preise beinahe verdoppelt. Die Menschen, die bereits Hunger leiden, können sich dies nun nicht mehr leisten. "Alles, weil die Zentralregierung angeordnet hat, dass jede Provinz von Kim Jong-un zu seinem Geburtstag am 8. Januar Süßigkeiten als Geschenk für Kinder herstellen und liefern muss", wird eine anonyme Quelle vom "Daily Star" zitiert.

Vorbereitungen für Diktatoren-Geburtstag verschlimmern Lebensmittelknappheit in Nordkorea

Zu Beginn der Regierungszeit von Kim Jong-un hatte man die Bonbons immer am 8. Januar an Mütter und Kinder in Kindertagesstätten und Grundschulen ausgeteilt. Doch seit 2019 werden die Geburtstagsbonbons bereits ab dem 1. Januar im ganzen Land verteilt. "Die Preise für Mehl und Zucker werden weiter steigen, bis die Lebensmittelfabriken die Herstellung der Süßwaren beendet haben", ist sich die Quelle sicher.

Kim Jong-un erlässt neue Steuer - Volk muss für Diktatoren-Geburtstag zahlen

Doch damit nicht genug! In einigen Teilen des Landes müssen die Nordkoreaner und Nordkoreanerinnen sogar für die Geburtstagsbonbons bezahlen. Wieso? Damit die Regierung selbst die Rohstoffe für die Bonbons bezahlen kann, wurde kurzerhand eine neue Steuer erhoben. "Um die Rohstoffe für Süßwaren zu kaufen, hat die Kreispartei direkt eine Steuer von 5.000 Won von jedem Haushalt erhoben", verriet die Quelle im "Daily Star"-Interview. Andere seien sogar dazu aufgefordert worden, Eier für die Süßigkeitenproduktion zu spenden.

Die aktuelle Lebensmittelknappheit in Nordkorea ist laut "Daily Star" beinahe so schlimm wie die Hungersnot der 1990er Jahre. Wie viele Menschen damals starben, ist bis heute nicht bekannt. Doch Experten schätzen, dass die Hungersnot damals 2 bis 3 Millionen Menschen das Leben kostete.

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/loc/news.de