19.07.2021, 17.37 Uhr

Ivanka Trump: "Sie bekommt Ärger!" Trump-Tochter droht öffentliche Demütigung

Schlechte Nachrichten für Ivanka Trump. Nachdem zuvor gegen den Finanzvorstand der Trump-Organisation Strafanzeige erhoben worden ist, könnte es Donald Trumps Tochter nun als Nächste erwischen. Sie selbst schweigt zu den Vorwürfen.

Ivanka Trump droht eine Strafanzeige. Bild: dpa

Nach jahrelangen Ermittlungen hat die Staatsanwaltschaft in New York erstmals strafrechtliche Anklage gegen die Geschäftspraktiken der Trump-Organisation erhoben. In der veröffentlichten Anklage vor einem New Yorker Gericht wurde dem Konzern sowie seinem Finanzchef Allen Weisselberg vorgeworfen, über mindestens 15 Jahre systematisch Steuern hinterzogen zu haben. Dabei geht es im Falle von Weisselberg um Abgaben auf Leistungen im Wert von mehr als 1,7 Millionen Dollar.

Anklage wegen Steuerbetrugs: Donald Trump und seine Familie im Visier von Ermittlern

Mit Spannung wird seitdem erwartet, ob das eingeleitete Verfahren nur der erste Aufschlag für weitere Anklagen ist, womöglich für Angehörige von Trumps Familie oder schließlich sogar dem früheren Präsidenten selbst. Vor allem Trumps Tochter Ivanka könnte nun ins Visier der Ermittler geraten. Denn US-Rechtsexperten sind sich schon jetzt sicher: Ivanka ist als Nächste dran.

Ivanka Trump droht Strafanzeige: Ist die Trump-Tochter die Nächste?

"Als Ermittler würde ich mich jetzt ganz klar auf Trumps Kinder fokussieren. Und da dreht sich natürlich in erster Linie alles um Ivankas sogenannte Consulting-Gebühren", erklärte die Juristin Cynthia Alksne in einem Gespräch mit dem Nachrichtensender MSNBC. "Aus meiner Sicht ist Ivanka der nächste, logische Schritt."

Ivanka Trump erhielt dubiose Berater-Gebühren während Zeit im Weißen Haus

Wie die "New York Times" herausfand, erhielt Ivanka Trump von der Trump-Organisation im Jahr 2017 eine Consulting-Gebühr über 747.633 US-Dollar. Diese Summe entspricht auf den Cent genau dem Betrag,den das Unternehmen zur Steuerabschreibung für Hotelprojekte auf Hawaii und in Vancouver angegeben hat. Ivanka Trump erhielt die Zahlung als freie Beraterin, obwohl sie zu dem Zeitpunkt im Vorstand der Firma fest angestellt war.

Doch damit nicht genug: Weiterhin fand die "New York Times" heraus, dass Donald Trump über zwei Jahrzehnte hinweg so gut wie keine Einkommenssteuern gezahlt hat. Zudem verbuchte er zwischen 2010 und 2018 insgesamt 26 Millionen Dollar als "Beratungsausgaben", um die Steuern auf sein Einkommen zu reduzieren. Doch einige dieser Zahlungen wanderten direkt in Ivanka Trumps Tasche.

Politik-Experte sicher: "Ivanka bekommt Ärger"

Auch der politische Autor Michael D'Antonio prophezeit der Trump-Tochter Ärger. "Ivanka is in trouble", erklärte er diese Woche gegenüber CNN. Vor allem Ivanka Trump Doppelrolle als Vorstandsmitglied zum einen und freier Beraterin zum anderen sieht D'Antonio problematisch. "Wir alle wissen, dass Ivanka enorme Summen von der Organisation für ihre angeblich freiberufliche Arbeit erhielt. Dabei war sie doch in der Firma fest angestellt. Steuerfahnder finden so etwas höchst interessant."

Ivanka Trump schweigt nach Strafanzeige gegen Trump-Organisation

Ivanka Trump selbst hat sich bisher nicht dazu geäußert. Auf Twitter ist es seit dem Ende der Präsidentschaft ihres Vaters ruhig geworden um die Blondine. Zuletzt hatte sie sich nach ihrer zweiten Corona-Impfung bei ihren Followern gemeldet.

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fka/news.de/dpa