Mondfinsternis am 28.08.2026: Kupfermond leuchtet am Himmel – alle Uhrzeiten im Überblick

Frühaufsteher können sich Ende August auf ein besonderes Himmelsspektakel freuen. Eine partielle Mondfinsternis lässt den Vollmond zu bis zu 94 Prozent im Kernschatten der Erde verschwinden. Wann die Finsternis beginnt, wann ihr Höhepunkt erreicht wird und wo Sie den besten Blick haben.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Am Freitag ist eine Mondfinsternis über Deutschland zu sehen. (Foto) Suche
Am Freitag ist eine Mondfinsternis über Deutschland zu sehen. Bild: Thomas Warnack/dpa/dpa
  • Partielle Mondfinsternis am 28.08.2026
  • Vollmond bis zu 94 Prozent vom Kernschatten der Erde bedeckt
  • Astro-Spektakel lässt sich mit Smartphone fotografieren

Kurz vorm Monatsende können sich Hobbyastronomen auf ein weiteres Spektakel am Himmel freuen. Am frühen Morgen des 28. August 2026 schiebt sich der Vollmond fast vollständig in den Kernschatten der Erde. Es kommt zu einer partiellen Mondfinsternis. Hier kommt der Überblick: Uhrzeiten, Beobachtungstipps und Live-Stream-Optionen.

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August-Vollmond leuchtet als roter Blitzmond am Himmel

Der Mond erreicht am Freitag um exakt 6.19 Uhr seine Vollmondphase. Laut Nasa ist der Vollmond um diesen Zeitpunkt etwa drei Tage lang zu sehen. Beim August-Vollmond spricht man auch von einem Blitzmond bzw. roten Mond. Diese Beinamen gehen oft auf Beobachtungen aus der Natur zurück. Beim Blitzmond dürfte klar sein, wie es zu diesem Namen kam. Im Sommer gibt es für gewöhnlich häufig Hitzegewitter. Das Wetter beeinflusst der Mond hingegen nicht. Sollte es während der Vollmondnächte gewittern, ist das reiner Zufall.

Partielle Mondfinsternis am 28.08.2026 über Deutschland sehen

Zeitgleich kommt es zu einer Mondfinsternis. Der Mond schiebt sich in den Kernschatten der Erde. Der Vollmond wird mit bis zu etwa 94 Prozent seines scheinbaren Durchmessers in den Kernschatten der Erde eingetaucht sein. Los geht es um 3.22 Uhr (MESZ). Um 4.34 Uhr tritt der Vollmond in den Kernschatten der Erde ein. Um 6.13 Uhr erreicht die Finsternis ihren Höhepunkt und um 9.04 Uhr ist sie vorbei. Doch es gibt ein Problem: Die einsetzende Morgendämmerung. Zwar sei der Beginn der partiellen Mondfinsternis von Deutschland aus bei freiem Himmel gut zu sehen, doch mit zunehmender Verfinsterung des Mondes werde dies immer schwerer. Kurz nach Mitte der Finsternis geht der Vollmond nämlich unter.

Wer die Mondfinsternis beobachten will, benötigt einen guten Standort. Entscheidend ist ein freier Blick nach Südwesten bis Westen. Da der Mond während der gesamten Finsternis immer tiefer sinkt, können bereits niedrige Hindernisse wie Häuser, Baumreihen oder Hügelketten die Sicht blockieren. Erhöhte Standorte oder offene Landschaften bieten daher deutlich bessere Voraussetzungen.

Wer am Freitag keine Zeit oder Lust hat, das Spektakel unter freiem Himmel zu beobachten, kann das auch per Live-Stream gemütlich vom Bett aus. Unter anderem bietet "timeanddate" einen Live-Stream auf YouTube an.

Kein Blutmond im August: Mond könnte sich auch bei partieller Mondfinsternis verfärben

Bei einer totalen Mondfinsternis ist der Erdtrabant übrigens nicht unsichtbar. Der Mond leuchtet dann nämlich in einem mehr oder minder dunklen Rot. Dies liegt daran, dass die Erdatmosphäre einen Teil des Sonnenlichts streut und nur die langwelligen, rötlichen Lichtanteile in den Erdschatten gelenkt werden. Dieses Phänomen nennt man Rayleigh-Streuung – es ist derselbe Effekt, der auch für rote Sonnenaufgänge und -untergänge sorgt. Je nach Staub- und Partikelgehalt in der Atmosphäre kann der Mond von einem hellen Kupferton bis hin zu einem tiefdunklen Rot erscheinen – daher der Name "Blutmond". Auch bei der partiellen Mondfinsternis in dieser Woche könnte sich ein Teil des Mondes verfärben. Der verdunkelte Bereich könnte einen kupferroten Farbton annehmen.

Mondfinsternis fotografieren: Smartphone reicht – aber ein Stativ macht den Unterschied

Fotografisch bietet die Finsternis besondere Möglichkeiten. "Fotos seien mit einem Teleobjektiv einfach zu machen. Sogar mit dem Smartphone werde man die Finsternis im Bild festhalten können", so Pilz. Ein Smartphone-Adapter für Ferngläser kann den verfinsterten Mond deutlich größer abbilden als die normale Handykamera. Wichtig ist dabei ein stabiler Untergrund oder besser noch ein Stativ. Besonders reizvoll: Weil der Mond extrem tief am Horizont steht, lassen sich Gebäude, Landschaften oder andere Motive als Vordergrund einbeziehen. Die Kombination aus verfinstertem Mond und einsetzender Morgendämmerung ermöglicht dabei stimmungsvolle Aufnahmen.

Wann ist die nächste Mondfinsternis?

Wer das Schattenspiel am Freitagmorgen nicht zu Gesicht bekommt, muss sich jedoch nicht grämen. Die nächsten Termine sind nämlich bereits bekannt und teilweise auch von Europa aus sichtbar. Wann das nächste Mal eine Mondfinsternis am Himmel zu sehen ist, erfahren Sie hier:

  • Halbschatten-Mondfinsternis, 20.02.2027
  • Partielle Mondfinsternis, 12.01.2028 (in Deutschland sichtbar)
  • Partielle Mondfinsternis, 28.07.2028 (in Deutschland sichtbar)
  • Totale Mondfinsternis, 31.12.2028 (in Deutschland sichtbar)

Wie unterscheiden sich partielle, totale und Halbschatten-Mondfinsternisse?

Totale Mondfinsternis: Der Mond taucht vollständig in den Kernschatten der Erde ein. Dadurch wird er rötlich verfärbt und ist für mehrere Minuten bis Stunden in seiner vollen Pracht sichtbar.

Partielle Mondfinsternis: Hier wird der Mond nur teilweise vom Kernschatten der Erde erfasst, sodass ein Teil verdunkelt erscheint, während der Rest weiterhin normal leuchtet.

Halbschatten-Mondfinsternis: Der Mond tritt lediglich in den äußeren Halbschatten der Erde ein, wodurch er nur leicht abgedunkelt wird. Diese Art der Finsternis ist oft kaum mit bloßem Auge zu erkennen.

Weitere Meldungen rund um den Vollmond finden Sie hier:

/sfx/news.de/dpa

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