Naturschutzgebiet in Flammen: Serbien kämpft seit Wochen gegen verheerende Waldbrände
Mehr als 3.000 Hektar Vegetation sind im Banater Dünenland verbrannt. Einsatzkräfte kämpfen weiter gegen das schwer zugängliche Feuer – erstmals hilft ein russisches Löschflugzeug.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Serbien bekommt einen seit mehr als zwei Wochen wütenden Waldbrand im Banater Dünenland nicht unter Kontrolle. Die Behörden evakuierten vorsorglich die Bewohner der Siedlung Trujino naselje nahe der Kleinstadt Bela Crkva, wie das serbische Fernsehen RTS am Donnerstag berichtete. Der Brand war Anfang des Monats ausgebrochen.
Seitdem sind 3.000 Hektar Vegetation verbrannt, wie die Forstverwaltung Vojvodasume mitteilte. Einsatzkräfte mit mehreren Hundert Feuerwehrleuten und Dutzenden Fahrzeugen und Maschinen kämpfen täglich gegen die Flammen an. Am Donnerstag kam erstmals ein Löschflugzeug vom Typ Iljuschin Il-76 zum Einsatz, das Russland geschickt hatte.
Vojvodesume begründet das lange Anhalten der Brände in diesem Gebiet damit, dass es schwer zugänglich und mit äußerst trockener Vegetation bewachsen ist. Hinzu kommt, dass ständige Winde vermeintlich bereits gelöschte Brandherde immer wieder neu anfachen.
Das Banater Dünenland, auch "Banater Sandwüste" genannt (serbisch: Deliblatska pescara), ist ein rund 300 Quadratkilometer großes Dünen- und Waldgebiet in der serbischen Nordprovinz Vojvodina, das sich nördlich der Donau erstreckt. Es besteht aus Wäldern, Grasland und offenen Sandflächen und gilt als das größte zusammenhängende Sandgebiet in Europa. Es steht unter Naturschutz und beherbergt rund 900 Pflanzenarten. Wegen seines außergewöhnlichen Vogelbestands zählt es außerdem zu den bedeutendsten Vogelschutzgebieten Europas.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de
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