Mutanten-Hai vor New York?: Jagd nach "Sharkzilla" - Forscher lüften Geheimnis
Nachdem vor der Küste New Yorks mehrere Meeresbewohner schwer verletzt oder getötet worden waren, begaben sich Forscher für eine neue Doku auf die Suche nach einem mutmaßlich mutierten Mako-Hai. Sie wurden fündig, doch das Ergebnis überraschte.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Forscher suchen in neuer Doku nach Mutanten-Hai vor New York
- Auslöser waren mehrere Vorfälle mit verletzten oder getöteten Meeresbewohnern vor der Küste Long Islands
- "Sharkzilla" entpuppt sich als trächtiges Mako-Weibchen auf Nahrungssuche für den Nachwuchs
Vor der Küste von Montauk am östlichen Ende von Long Island, New York, sorgte eine Reihe rätselhafter Vorfälle mit verletzten und getöteten Meerestieren für Aufsehen: Es wurde ein Buckelwal mit einer 60 Zentimeter langen Wunde entdeckt, ein 180 Kilogramm schwerer Thunfisch wurde im Wasser zerfetzt, und eine Kegelrobbe wies eine gewaltige Bissspur auf. Hinter all dem vermuteten Experten einen etwa 3,60 Meter langen und mutierten Mako-Hai – getauft auf den Namen "Sharkzilla".
Hai-Forscher sucht nach "Sharkzilla"
Der Hai-Forscher Craig O'Connell ging in der in den USA am vergangenen Wochenende ausgestrahlten Discovery-Channel-Dokumentation "Sharkzilla Takes New York" einer besonders brisanten These nach: In den späten 1960er-Jahren seien 15.000 Fässer Atommüll im Hudson Canyon versenkt worden. "Zehn Jahre später hat man diese Fässer überprüft, und sie waren alle undicht", so O'Connell. Radioaktive Lecks könnten bei Wildtieren genetische Mutationen und abnormales Wachstum auslösen – theoretisch also einen schnelleren, stärkeren und tödlicheren Raubfisch hervorbringen.
Jagd auf Mutanten-Hai vor der Küste von Long Island, New York
O'Connell und sein Team machten sich auf den Weg zum Unterwasser-Canyon, um das Tier aufzuspüren und Gewebeproben zu entnehmen. Sechs Stunden lang filmte eine mit Ködern bestückte Kamera – angelockt wurden unter anderem ein Weißer Hai und zwei Mako-Weibchen, die jedoch plötzlich davonschwammen. Hatte etwas Größeres sie vertrieben?
Mit einer Delfin-Attrappe samt Thunfischstück und einem sogenannten "Blubber Blaster", der die Überreste eines toten Wals an der Wasseroberfläche simulierte, gelang es schließlich, "Sharkzilla" anzulocken. Die Auswertung der Gewebeproben ergab laut "Metro" jedoch Entwarnung: Es gab keinerlei Hinweise auf Radioaktivität. Bei dem vermeintlichen Monster handelte es sich schlicht um ein trächtiges Mako-Weibchen, das auf Nahrungssuche für seinen Nachwuchs war.
Montauk war einst das Revier der Monster-Haie
Dennoch liefert die Dokumentation eine bemerkenswerte Erkenntnis: Die großen Raubfische kehren offenbar in Gewässer zurück, aus denen sie durch jahrzehntelange Überfischung verschwunden waren. "Früher kam man hierher, um Monster-Haie zu fangen. Direkt vor den Küsten von Montauk wurden unzählige Rekorde aufgestellt", erklärte O'Connell. "All diese riesigen Haie wurden komplett weggefischt. Aber alles, was wir jetzt beobachten, deutet darauf hin, dass sie zurückkehren."
Für Badegäste besteht dabei kaum Grund zur Sorge: Mako-Haie – die schnellsten Haie der Welt mit bis zu knapp vier Metern Länge – bevorzugen tiefe, offene Gewässer fernab belebter Strände. Zwischen 1980 und 2024 wurden lediglich zehn Angriffe auf Menschen durch Makos dokumentiert.
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gom/bos/news.de/stg
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