Wetter: Hitze in Polen - höchste Warnstufe für Warschau

Polens Regierungschef Tusk appelliert an Arbeitgeber, Homeoffice und Pausen zu ermöglichen. In Warschau bleibt es auch nachts ungewöhnlich heiß – eine Abkühlung ist erst am Freitag in Sicht.

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Wie wird das Wetter? Bild: Adobe Stock / by-studio

Inmitten einer anhaltenden Hitzewelle hat Polens Wetterdienst für die Hauptstadt Warschau und große Teile des Landes die höchste Alarmstufe ausgerufen. Am heißesten soll es im Südosten werden - dort wurden örtlich bis zu 40 Grad erwartet. Für Warschau liegt die vorhergesagte Höchsttemperatur bei 38 Grad.

"Hitze kann die Gesundheit und das Leben gefährden", warnte der Wetterdienst IMGW auf der Plattform X. Die Bevölkerung wurde angewiesen, viel Wasser zu trinken, in den heißesten Stunden des Tages die Sonne zu meiden und die Wohnung nachts oder in den frühen Morgenstunden zu lüften. "Auch die Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wird tropisch, die Temperaturen werden nicht unter 20 Grad sinken, das erschwert dem Körper die Regeneration", erklärte eine Sprecherin dem Radiosender Tok.fm.

Ministerpräsident appelliert: "Auch mal Pause machen"

Im Zentrum von Warschau wurden an mehreren Stellen Sprühdüsen aufgestellt. Die polnische Hauptstadt hat 1,9 Millionen Einwohner, in der Metropolregion Warschau leben rund drei Millionen Menschen.

Regierungschef Donald Tusk wandte sich mit einem Appell an Firmen und Arbeitgeber. "Kümmern Sie sich um Ihre Mitarbeiter, Kollegen und sich selbst. Wenn Sie eine Klimaanlage haben, sparen Sie heute nicht daran", sagte er in einer auf X verbreiteten Videobotschaft. Auch Homeoffice sollte ermöglicht werden. "Und wenn es gar nicht mehr geht, sollten Sie unbedingt eine Pause einlegen."

Bislang keine Probleme mit Stromversorgung

Anders als in Ungarn, wo das Atomkraftwerk Paks infolge des niedrigen Wasserstands der Donau knapp der Totalabschaltung entgangen ist, gibt es in Polen bislang keine Probleme mit der Stromerzeugung. Polen hat keine AKW, es greift bei Verbrauchsspitzen hauptsächlich auf seine Kohlekraftwerke zurück.

Für Mittwochabend sagen die Meteorologen für den Westen des Landes Sturm mit Starkregen und Hagel vorher. Eine merkliche Abkühlung wird erst am Freitag erwartet.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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