Britische Royals: Bespitzelungsprozess: Prinz Harry zu Urteil in Großbritannien

Abgehörte Telefonate und Nachrichten: Die Vorwürfe, die Prinz Harry, Elton John und andere gegen den "Mail"-Verlag vorbringen, sind schwerwiegend. Doch das ist nicht sein einziger Konflikt.

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Kurz vor dem mit Spannung erwarteten Urteil in der Bespitzelungsklage gegen den Verlag der "Daily Mail" ist Prinz Harry in Großbritannien eingetroffen. Der jüngere Sohn von König Charles III. (77) kam britischen Medien zufolge gestern Abend an. Noch heute Nachmittag (15.00 Uhr MESZ) wird mit dem schriftlichen Urteil gerechnet.

Der 41 Jahre alte Royal hatte gemeinsam mit weiteren Prominenten wie Elton John (79) und dessen Mann David Furnish gegen den Verlag Associated Newspapers Limited (ANL) geklagt. Sie werfen den Journalisten der "Mail"-Titel vor, über Jahre illegale Recherchemethoden angewandt zu haben, um Schlagzeilen zu generieren. Der Verlag weist die Vorwürfe entschieden zurück.

Emotionale Aussage im Kreuzverhör

Es geht unter anderem um das angebliche Abhören von Telefonaten und Sprachnachrichten sowie das Einsehen privater Dokumente wie etwa Krankenhausakten. Harry hatte im Januar selbst vor Gericht ausgesagt und sich einem Kreuzverhör gestellt.

Ganz zum Schluss der Aussage brach ihm damals die Stimme, als er über die Presse sagte: "Sie haben das Leben meiner Frau vollkommen zur Hölle gemacht, Euer Ehren."

Obwohl die Urteilsverkündung nur schriftlich stattfindet, dürfte auch dieser Besuch in seiner alten Heimat für Harry wieder emotional sein. Zunächst hatte es so ausgesehen, als könne es zu einer Annäherung mit seinem Vater kommen, doch im letzten Moment schienen sich die Fronten wieder zu verhärten.

Verwirrung um Übernachtung im Buckingham-Palast

Das Verhältnis der beiden gilt seit Jahren als zerrüttet. Harry lebt inzwischen mit seiner Frau Herzogin Meghan (44) und den beiden gemeinsamen Kindern Prinz Archie (7) und Prinzessin Lilibet (5) im US-Bundesstaat Kalifornien. Das Paar hatte sich zuvor aus dem engeren Kreis der Royals losgesagt.

Zunächst hieß es, Harry werde zu dem fünftägigen Aufenthalt in dieser Woche samt seiner Familie anreisen und im Buckingham-Palast übernachten. König Charles hat seine Enkel seit Jahren nicht mehr gesehen. Hintergrund ist ein Streit darum, wie viel Polizeischutz Harry und seiner Familie in Großbritannien noch zusteht.

Doch der Palast dementierte kurzfristig, dass Harry im Palast übernachten sollte. Das Angebot sei abgelaufen, hieß es - sehr zum Ärger von Harry, wie er über seinen Sprecher mitteilen ließ.

+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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