Schüsse in Jugendhilfeeinrichtung in Stade: Polizei bestätigt sechstes Todesopfer - zwei Festnahmen
In Stade sind am Montag mehrere Menschen erschossen worden. Die Polizei bestätigte sechs Tote. Zwei Menschen wurden festgenommen. Die Hintergründe waren zunächst völlig unklar.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- 6 Tote nach Schüssen in Stade, zwei Menschen festgenommen
- Großeinsatz in der Dankersstraße
- Hintergründe zunächst unklar
In der niedersächsischen Stadt Stade westlich von Hamburg ist es am Montagmittag zu einem dramatischen Vorfall gekommen. Die Polizei bestätigte einen Großeinsatz in der Dankersstraße, nachdem dort Schüsse gefallen waren. Ein Sprecher der zuständigen Polizeiinspektion teilte mit, dass fünf Menschen tödlich verletzt wurden. Sie starbenvor Ort, eine sechste Person erlag im Krankenhaus ihren Verletzungen.
Schüsse in Stade: Polizei bestätigt sechs Tote
Bei den Opfern handelt sich um Erwachsene, darunter sind laut Polizei vier Frauen und ein Mann. Die Einsatzkräfte fanden demnach vier Tote in der Einrichtung. Eine weitere Person sei vor dem Haus reanimiert worden - jedoch ohne Erfolg. Es sei nicht auszuschließen, dass die Zahl der Todesopfer noch steigt, hatte eine Polizeisprecherin früher am Nachmittag gesagt. Eine einstellige Zahl an Menschen ist laut den Beamten zudem zum Teil schwer verletzt.
Zwei Menschen wurden festgenommen. Darunter ist auch der mutmaßliche Schütze, wie eine Polizeisprecherin auf dpa-Anfrage bestätigte. Die Schüsse sind in einer Jugendeinrichtung gefallen. Dort sind Mutter-Kind-Wohngruppen untergebracht, hieß es weiter. Die Hintergründe sind noch unklar. Auf X (vormals Twitter) rief die Polizeidirektion Lüneburg dazu auf, den Einsatzbereich "weiträumig" zu meiden.
In welchem Verhältnis die Toten und die Tatverdächtigen stehen, ist bislang nicht bekannt. Der genaue Ablauf der Tat ist noch offen.Offen ist auch noch, welche Rolle die zweite festgenommene Person bei der Tat gespielt haben soll.
Was genau gegen 12.10 Uhr in den Räumen der Einrichtung geschah, ist noch offen. Ein Zeuge schildert "Focus Online", dass später eine Frau und ein junger Mann versucht hätten, vom Tatort wegzufahren. Mehrere Beamte sollen das Feuer eröffnet haben. Mindestens zehn, fünfzehn Schüsse seien gefallen, schätzt der Zeuge.
Auf Bildern waren zahlreiche Einsatzkräfte, Rettungswagen und Polizeiautos zu sehen. Am Straßenrand standen auch Frauen mit Babys in Tragen. Gefahr für die Bevölkerung nach den Schüssen bestand nach Polizeiangaben nicht.
Stade gehört zur Metropolregion Hamburg und ist auch als westliches Tor zum Alten Land bekannt, dem größten zusammenhängenden Obstanbaugebiet Deutschlands. Die Hansestadt mit rund 50.000 Einwohnern liegt rund 40 Kilometer von Hamburg entfernt.
Stadt Stade kündigt Stellungnahme zu Gewalttat an
Ein Sprecher der Stadt Stade sagte, für eine Kindertagesstätte und eine Grundschule in der Nähe der Jugendhilfeeinrichtung habe keine Gefahr bestanden. Die Stadt habe nach den ersten Meldungen umgehend Kontakt zu den Einrichtungen gesucht. Die Kita-Kinder seien zum Zeitpunkt der Schüsse im Gebäude gewesen, sagte der Stadtsprecher. Eltern konnten ihre Schulkinder inzwischen abholen.
+++ACHTUNG – Polizeieinsatz in der Dankersstraße in Stade+++
— Polizeidirektion Lüneburg (@Polizei_LG) June 29, 2026
Derzeit kommt es in Stade zu einer polizeilichen Einsatzlage. Meidet den Bereich weiträumig!
Einsatzbegleitende Informationen erhaltet ihr auf dem WhatsApp-Kanal der Polizei Stade unter:https://t.co/LeoOTiCZOz pic.twitter.com/12fvSVxH8I
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gom/news.de/dpa
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