Waldbrand: Erneut Brand in der Gohrischheide - Feuerwehr kommt nicht ran
Kaum ein Jahr nach dem Mega-Brand lodert es erneut in der Gohrischheide. Weil das Gelände mit Altmunition belastet ist, stehen die Einsatzkräfte vor besonderen Herausforderungen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
Suche
Knapp ein Jahr nach dem verheerenden Waldbrand in der Gohrischheide in Sachsen ist dort erneut ein Feuer ausgebrochen. Die betroffene Fläche sei von zunächst drei auf inzwischen 19 Hektar angewachsen, sagte Zeithains Bürgermeister Mirko Pollmer (parteilos). Rund 100 Einsatzkräfte seien derzeit im Einsatz, zudem seien Löschhubschrauber und ein geschütztes Löschfahrzeug angefordert worden.
Die Feuerwehr kann das Feuer wegen der Munitionsbelastung derzeit nicht direkt bekämpfen. "Eine aktive Brandbekämpfung durch unsere Kameraden ist erneut nicht möglich aufgrund der Munitionsbelastung", sagte Pollmer. Die Einsatzkräfte stünden stattdessen an munitionsfreien Wegen und beobachteten die Ausbreitung des Feuers.
Altmunition erschwert Löscharbeiten
Die Gohrischheide gilt wegen der dort im Boden liegenden Altmunition als besonders schwierig für Löscharbeiten. Im Sommer vergangenen Jahres hatte dort der größte Waldbrand seit Jahrzehnten in Sachsen gewütet. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft war das Feuer durch eine hitzebedingte Selbstentzündung von Altmunition ausgelöst worden. Hunderte Einsatzkräfte waren damals tagelang im Einsatz, mehr als drei Viertel des rund 2.000 Hektar großen Naturschutzgebietes wurden von dem Brand erfasst.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
Weitere aktuelle News im Ressort "Panorama":
- Zeithain: Brand in Gohrischheide breitet sich rasch aus
- Eilmeldung: Erneut Temperaturrekord in Deutschland: 41,5 Grad gemessen
- Wetter in Hamburg: Viele Hitzeeinsätze - mehr Wagen für Hamburgs Feuerwehr
- Wetter in Bayern: Waldbrand in Pfreimd - 8.000 Quadratmeter stehen in Flammen
kns/roj/news.de
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.