Wetter in Rheinland-Pfalz: Gute Nachricht zur Hitze: Seltener hohe Ozonwerte als früher
Trotz der Hitze schießt die Ozonbelastung nicht mehr derart nach oben wie in früheren Jahren. Eine rheinland-pfälzische Behörde erklärt, warum das so ist.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Hitzephasen und Ozonbelastung sind in der Vergangenheit häufig miteinander einhergegangen. Inzwischen beobachtet das Landesamt für Umwelt (LfU) Rheinland-Pfalz allerdings einen deutlichen Rückgang an Ozon-Spitzenkonzentrationen. Der Grund dafür sind der Behörde zufolge die in den vergangenen Jahren gesunkenen Konzentrationen an Stickstoffoxide (NOx).
Auch in der aktuellen Hitzeperiode wurden laut LfU bislang nur zwei Überschreitungen der Informationsschwelle von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter registriert. Die derzeitigen Werte seien für hochsommerliche Bedingungen mit starker Sonneneinstrahlung und wenig Wind normal.
Früher waren landesweite Überschreitungen keine Seltenheit
"Trotz extremer Temperaturen und hoher Strahlungsintensität, welche notwendige Voraussetzungen für hohe Ozonkonzentrationen sind, steigen die Werte nur selten und ganz vereinzelt über die Informationsschwelle", teilte das Landesamt auf Anfrage mit. Früher seien unter solchen Bedingungen landesweite Überschreitungen keine Seltenheit gewesen.
Am Dienstagnachmittag um 15.00 Uhr überschritt keine Messstation in Rheinland-Pfalz den Wert von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter. Der Höchstwert wurde mit 154 Mikrogramm am Marktplatz in Wörth gemessen. Ab 180 Mikrogramm empfehlen Behörden Kindern, Jugendlichen und empfindlichen Personen, anstrengende Aktivitäten im Freien zu vermeiden. Ab 240 Mikrogramm gilt diese Empfehlung für alle Bürgerinnen und Bürger
Komplexer chemischer Prozess
Ozon bilde sich tagsüber in einem komplexen chemischen Prozess, erklärte das Landesamt in Mainz. Dabei müssten etwa Kohlenwasserstoffe, Stickoxide, Strahlungsintensität und Temperatur in einem gewissen Verhältnis zueinander stehen, damit hohe Konzentrationen an Ozon entstünden. Und eine dieser Komponenten - Stickoxide - träten inzwischen weniger konzentriert auf.
Laut Umweltbundesamt ist der Straßenverkehr der größte Verursacher von NOx-Emissionen. Deren Rückgang führt die Behörde unter anderem auf Tempolimits, Fahrverbote und schadstoffärmere Busse im Nahverkehr zurück.
Die höchsten Ozonwerte werden laut Landesamt meist an städtischen Messstationen registriert, die nicht direkt an stark befahrenen Straßen liegen, aber vom Verkehr beeinflusst werden. Beispiele in Rheinland-Pfalz sind die Messstationen Speyer, Ludwigshafen-Oppau, Mainz-Mombach, Neuwied-Hafenstraße oder Trier-Pfalzel.
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