Bahn: Zugunglück in England: Wie kam es zum Zusammenstoß?
Nördlich von London stoßen zwei Züge am Freitag mitten in der Rush Hour aufeinander. Ein Mensch stirbt, viele weitere werden zum Teil schwer verletzt. Wie es dazu kommen konnte, wird untersucht.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Nach dem Zusammenstoß zweier Züge nördlich von London mit einem Todesopfer und Dutzenden Verletzten läuft die Suche nach der Ursache. Die britische Behörde für Untersuchungen von Zugunglücken (RAIB) teilte laut der Nachrichtenagentur PA am Samstag mit, "eine umfassende, unabhängige Sicherheitsuntersuchung dieses tragischen Unfalls" durchzuführen. Demnach sammelten Ermittler weiterhin Beweise am Unfallort.
Zu dem Unglück kam es am Freitag um 17.15 Uhr Ortszeit in Elstow bei Bedford. Auf Bildern in britischen Medien waren die beschädigten Züge zu sehen. Betroffen waren zwei Passagierzüge der Gesellschaft East Midlands Railway (EMR), die zusammengestoßen waren, wie Geschäftsführer Will Rogers sagte.
Bei dem Todesopfer handelt es sich laut der Gewerkschaft RMT um den Zugführer einer der Züge. Am Samstag teilte Chief Constable Lucy D'Orsi von der British Transport Police mit, dass sich neun Menschen in einem kritischen Zustand befinden. Am Samstagmorgen wurden 28 Personen mit teils schwersten Verletzungen im Krankenhaus behandelt. Bis zu 100 Menschen wurden insgesamt verletzt.
Schreie und Rauch
Fahrgäste berichteten der Nachrichtenagentur PA zufolge, dass Menschen bei dem Aufprall gegen Sitze geschleudert worden seien. Es sei Rauch zu sehen gewesen. Menschen "weinten und schrien", sagte demnach ein Passagier. Dutzende Einsatzkräfte, Hubschrauber und Rettungswagen waren vor Ort.
Premierminister Keir Starmer dankte den Rettungskräften am Freitagabend. Die Lage sei zutiefst besorgniserregend, schrieb er auf der Plattform X. Auch Verkehrsministerin Heidi Alexander zeigte sich tief besorgt.
Der Zeitung "The Times" zufolge werden bei den Untersuchungen mögliche Signalstörungen und auch mögliches menschliches Versagen in den Blick genommen. Demnach sollen auch Blackbox-Aufnahmen und Überwachungskameras ausgewertet werden.
+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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kns/roj/news.de