Wetter in Hessen: Hitze beim Umzug: Der "Rhön-Bomber" muss trotzdem ran
Ob 25 oder 35 Grad: Für den Festumzug beim Hessentag gilt "volle Montur". Wie Trachtenfans in Fulda mit Körbchen und Humor durchhalten wollen.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Wenn am Sonntag Tausende Teilnehmer beim großen Festzug zum Abschluss des Hessentags durch Fulda ziehen, wird das für viele eine schweißtreibende Angelegenheit. Besonders für die Mitglieder der Trachtenvereine. Denn auch bei tropischen Temperaturen gehört die komplette Festtracht dazu – Abstriche werden kaum gemacht, wie Hannah Menz, Vorsitzende des Trachtenvereins Abtsroda in der Rhön, erklärt.
Die Männer des Trachtenvereins sind in schwarzen Kniebundhosen, Wollsocken, Hemd, Jacke, Weste und Dreispitz unterwegs. "Die Männer können die Weste notfalls weglassen, dann ist es etwas luftiger", berichtet Menz. Die Jacken bleiben beim Festzug aber an. Schließlich solle die Tracht auch gezeigt werden - "also volle Montur".
"Unterm Rock wird es warm"
Für die Frauen aus dem Ortsteil von Poppenhausen wird es noch wärmer: Unter Rock und Schürze tragen sie Wollstrümpfe und lange Baumwoll-Unterhosen – im Verein liebevoll "Rhön-Bomber" genannt – dazu Bluse, schwarze Weste und Schultertuch. "Unterm Rock wird es warm", sagt Menz.
Immerhin komme ihre rhön-fränkische Tracht mit nur einem Rock aus. "Wenn man so ins Fränkische schaut, die haben dann teilweise fünf, sechs Röcke mit Unterröcken. Davon sind wir verschont." Außerdem gehören für die Frauen aus Abtsroda Miederwesten, Blusen und Baumwolltücher zur Tracht. Plus Häubchen auf den Köpfen.
Durchgeschwitzt ist man irgendwann sowieso
An Hitze bei Festumzügen haben sich die Trachtenträger aus der Rhön längst gewöhnt. "Es ist egal, ob es 25 oder 35 Grad sind und ob ich nach 10 oder 20 Minuten durchgeschwitzt bin. Das ist man irgendwann sowieso."
Bei kleineren, inoffiziellen Auftritten werde die Kleiderordnung gelegentlich etwas gelockert, verrät Menz. "Dann lass halt den Bomber weg", sei schon einmal die Devise gewesen. Für den Hessentag gilt das jedoch nicht: "Am Sonntag muss der Bomber an."
Glücklicherweise tragen die Frauen und Mädchen in ihrer Tracht auch geflochtene Körbchen oder selbst genähte Umhängetaschen mit sich, in denen Trinkflaschen verstaut werden. Die körbchenlosen Männer suchten sich dann meist eine Vereinskollegin, bei der sie ihre Wasserflasche unterbringen können.
Und was passt außer Wasser noch in die Tasche? Menz nimmt die Frage mit Humor. "Theoretisch passt da auch ein kaltes Bier rein", sagt sie lachend. Häufig seien aber auch Fächer dabei – möglichst passend zur Tracht und nicht aus buntem Plastik.
"Wir freuen uns auf jeden Fall"
Trotz der angekündigten Hitze überwiegt die Vorfreude. Der Verein freut sich darauf, sich beim Hessentag in der eigenen Region zu präsentieren. Wie anstrengend der Umzug am Ende wird, werde sich zeigen. "Wir freuen uns auf jeden Fall", sagt Menz.
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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++
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