Erfurt: Adoptionen in Thüringen auf Rekordtief seit 1993

Die Zahl der Adoptionen in Thüringen ist so niedrig wie nie zuvor: Auf jedes vorgemerkte Kind kommen rechnerisch knapp drei Bewerbungen von potenziellen Adoptiveltern.

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Die Zahl der Adoptionen ist in Thüringen auf einen neuen Tiefstand gesunken. Im vergangenen Jahr wurden im Freistaat 65 Kinder adoptiert - 33 Jungen und 32 Mädchen, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Das waren zwölf weniger als 2024.

Damit lag der Wert deutlich unter dem Schnitt der vergangenen zehn Jahre von rund 94 Adoptionen jährlich. Zugleich sei es der niedrigste Stand seit Beginn der Erhebung im Jahr 1993 gewesen, hieß es.

Ende 2025 waren bei den Jugendämtern 45 Kinder und Jugendliche zur Adoption vorgemerkt - ein Jahr zuvor waren es noch 52 gewesen. Zugleich lagen 124 Adoptionsbewerbungen vor, nach 126 Ende 2024. Rechnerisch kamen damit auf jedes zur Adoption vorgemerkte Kind knapp drei mögliche Adoptiveltern.

2025 bestand in 34 Fällen zwischen den Adoptiveltern und den zumeist jüngeren Kindern keine Verwandtschaft. Ältere Kinder wurden dagegen überwiegend von Verwandten oder Stiefeltern adoptiert. Fast alle der im vergangenen Jahr adoptierten Kinder besaßen die deutsche Staatsangehörigkeit.

Mehr als die Hälfte der adoptierten Kinder (56,9 Prozent) war jünger als drei Jahre. Neun Kinder waren zwischen drei und unter sechs Jahren alt, acht zwischen sechs und unter zwölf Jahren sowie elf Jugendliche zwischen 12 und unter 18 Jahren.

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+++ Redaktioneller Hinweis: Diese Meldung wurde basierend auf Material der Deutschen Presse-Agentur (dpa) erstellt. Bei Anmerkungen oder Rückfragen wenden Sie sich bitte an hinweis@news.de. +++

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