Gera/Erfurt: Vorwurf: Drogen, Erpressung und mehr – Anklage gegen Rocker

Nach Durchsuchungen und Festnahmen gibt es nun eine Anklage gegen elf mutmaßlich kriminelle Rocker. Welche Rolle ein Zerwürfnis innerhalb des Motorradclubs für die Ermittlungen gespielt hat.

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Die Staatsanwaltschaft Gera hat Anklage gegen elf mutmaßliche Mitglieder eines Motorradclubs (MC) erhoben. Ihnen wirft die Staatsanwaltschaft laut Landeskriminalamt (LKA) eine ganze Reihe von Straftaten vor, darunter Handel mit Drogen in nicht geringer Menge und besonders schwere räuberische Erpressung bis hin zum erpresserischen Menschenraub.

Drei der Mitglieder sind aktuell in Untersuchungshaft, darunter auch der ehemalige "President" – also quasi der Chef des Clubs. Alle elf Mitglieder sind zwischen 25 und 49 Jahre alt.

Motorräder und mehr beschlagnahmt

Der Anklageerhebung am Landgericht Meiningen sind umfangreiche Ermittlungen des LKA und der für Fälle organisierter Kriminalität zuständigen Staatsanwaltschaft Gera vorausgegangen. Dazu zählten mehrere Durchsuchungen und Festnahmen im vergangenen Jahr vor allem in Südthüringen, aber auch in Sachsen und Bayern. Dabei waren Beweismittel und Vermögenswerte beschlagnahmt worden, darunter auch einige Motorräder.

Das Landgericht Meiningen bestätigte den Eingang der Anklage. Über deren Zulassung und die Eröffnung eines Verfahrens sei aber noch keine Entscheidung getroffen worden, hieß es.

Angestoßen wurden die Ermittlungen 2025, "nachdem ein in Ungnade gefallenes Mitglied des MC aus dem Club verstoßen wurde", wie das LKA mitteilte. Dem Mann seien unter Anwendung und Drohung von Gewalt sämtliche Vermögenswerte sowie Fahrzeuge weggenommen worden.

Durch weitere Ermittlungen habe sich der Verdacht ergeben, dass Mitglieder des Motorradclubs im Januar 2025 in eine Wohnung in Schleusingen eingebrochen seien und dabei einem Geschäftsmann 845.000 Euro entwendet haben sollen.

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