Zingst: Tierschützer retten verletzte junge Kegelrobbe vor Zingst
Eine kleine Kegelrobbe hat sich in Resten eines Fischernetzes verfangen. Am Strand von Zingst entdecken Passanten die Robbe und verständigen Tierschützer. Sie befreien das Tier.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Robbenschützerinnen des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) haben am Strand von Zingst einer jungen Kegelrobbe das Leben gerettet. Dabei haben sie mit einem Team um eine Tierärztin des Deutschen Meeresmuseums zusammengearbeitet.
Den Angaben des BUND zufolge war die Robbe am 5. Juni am belebten Strand von Zingst gesichtet worden. Um ihren Hals hätten sich vermutlich die Reste eines Fischernetzes geschnürt und hätten dabei schon tief ins Fleisch eingeschnitten.
Abstand halten, wenn man eine Robbe sieht
Die Wasserwacht habe schnell einen Schutzzaun um das Tier gezogen, während die Robbenbetreuerinnen das Deutsche Meeresmuseum um Unterstützung gebeten hätten. Das Team mit einer Tierärztin habe die Robbe befreit und behandelt. Danach sei die Robbe zurück ins Meer geschwommen. Am folgenden Tag sei die dieselbe Robbe nochmals gesichtet worden.
Fischernetze und Angelausrüstungen, aber auch Wurfringe oder Plastikmüll seien für Jungtiere gefährlich, sagt Lena Hohls vom BUND. Die jungen Kegelrobben würden im Februar oder März geboren und seien sehr neugierig. Wenn sie sich in Netzen verfingen, würden sie dies meist nicht überleben. Solche Sichtungen wie in Zingst gebe es häufiger. Erst etwa zwei Wochen zuvor sei eine junge verletzte Robbe in der Nähe von Rostock gesichtet worden.
Wer eine Robbe am Strand sehe, solle immer mindestens 100 Meter Abstand halten, auch wenn es keinen Schutzzaun gebe, sagt die Robbenschützerin. Wer lebende Robben in Not oder beim Rasten entdecke, solle das bitte beim Robbentelefon des BUND unter der Nummer 01523-7969 472 melden.
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