Fulda: Sonne lockt Tausende zum Hessentag nach Fulda
Sonnenschein sorgt für volle Straßen: Beim Hessentag in Fulda zieht es Tausende zu Konzerten, Familienaktionen und Highlights wie dem Breakdance-Wettbewerb. Viel Lob gibt es für das Ehrenamt.
Erstellt von Sarah Knauth - Uhr
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Nach einem regnerischen Auftakt hat sonniges Wetter zum Start ins Wochenende tausenden Menschen Lust auf einen Besuch des Hessentags in Fulda gemacht. "Die Stadt ist voll, die Menschen sind gut gelaunt", sagte eine Stadtsprecherin auf Anfrage. Man sei zuversichtlich, dass die Besucherzahlen in den kommenden Tagen dank besseren Wetters nochmals zulegen werden. Besondere Vorkommnisse habe es bislang nicht gegeben, bestätigte auch ein Polizeisprecher.
Auch zum Beginn des Landesfests am Freitag sei das Fest trotz Nieselregens gut besucht gewesen, sagte die Sprecherin: Allein rund 1.400 Besucher zählte die Stadt bei der offiziellen Eröffnungsfeier im Hof des Stadtschlosses, und auch die Musical-Gala auf dem Domplatz sei mit rund 7.000 Besuchern ausverkauft gewesen und sehr gut angenommen worden.
Großes Interesse an KI-Erlebniswelt
Zu den Besuchermagneten vor allem für das jüngere Publikum dürfte nach ihren Worten ein Breakdance-Wettbewerb am Nachmittag gehören. Auch für die KI-Erlebniswelt auf dem Hessentag interessierten sich zahlreiche Besucher. Zwischen den Ständen herrschte bereits am Mittag Trubel, zahlreiche Familien mit Kindern waren unterwegs. Als Höhepunkt stand für den Abend das ausverkaufte Konzert von Roland Kaiser auf dem Programm. Insgesamt können die Besucher beim Hessentag bis 21. Juni aus 1.200 kostenlosen Veranstaltungen auswählen.
Ehrungen für das Ehrenamt
Traditionell steht der erste Samstag des Hessentags thematisch im Zeichen des Ehrenamts. Hessens Ministerpräsident Boris Rhein und Innenminister Roman Poseck (beide CDU) dankten beim "Tag der ehrenamtlichen Einsatzkräfte" den rund 80.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern der Feuerwehren und Hilfsorganisationen im Bundesland für ihren Einsatz.
Blaulicht, Sirene, Uniform - viele Menschen bekämen nur einen kleinen Ausschnitt dieses Engagements mit, sagte Rhein. "Was wir oft nicht sehen, sind die Jahre der Ausbildung, die unzähligen Übungsstunden, die Nächte ohne Schlaf und die Bereitschaft, sich zu jeder Tages- und Nachtzeit aufzumachen, um zu helfen." Auch Poseck lobte: "Die Frauen und Männer im Brand- und Katastrophenschutz leisten einen unverzichtbaren Beitrag für die Sicherheit in unserem Land. Sie helfen Menschen in schwierigen Situationen, übernehmen Verantwortung für ihre Mitmenschen und stehen bereit, wenn andere Unterstützung brauchen."
Es sei daher unbegreiflich, dass Einsatzkräfte immer häufiger Opfer von Angriffen würden. Im vergangenen Jahr seien in Hessen 181 Rettungskräfte und 23 Feuerwehrleute Opfer von Gewalt geworden. Dies sei "absolut inakzeptabel und aufs Schärfste zu verurteilen", so Poseck. "Die Frauen und Männer verdienen unsere volle Anerkennung und unseren Respekt. Wir müssen unsere Einsatzkräfte besser schützen." Deshalb habe die Landesregierung bereits im Jahr 2024 reagiert und ein Respekt-Paket mit verschiedenen Maßnahmen zur Anerkennung und Wertschätzung geschnürt.
Der Chef der hessischen Staatskanzlei, Benedikt Kuhn, warb auf dem Hessentag ebenfalls für das Ehrenamt. Ob in den mehr als 7.300 Sportvereinen, in der Nachbarschaftshilfe, bei der Flüchtlingsintegration oder in Kultur- und Sozialprojekten – Ehrenamt schaffe Zusammenhalt, fördere Vielfalt und stärke die Gemeinschaft. Bei der Veranstaltung wurden auch die Gewinner des Wettbewerbs "8 Vereine, 80 Jahre, 1.000 Euro" geehrt, den die Landesehrenamtsagentur des Landes Hessen und die SV Sparkassenversicherung gemeinsam ausgerufen hatten. Beteiligen konnten sich Vereine, die ebenso wie das Bundesland in diesem Jahr 80 Jahre alt werden.
Friedlicher Protest
Parallel zu dem Landesfest gab es in Fulda auch zwei Protestveranstaltungen, die nach Angaben des Polizeisprechers zunächst friedlich verliefen. Dazu gehörte eine Demonstration "Hessentag ohne Militär" mit einer niedrigen dreistelligen Teilnehmerzahl sowie eine Veranstaltung "Karriereberatung für den Frieden", an der nach Polizeiangaben eine niedrige zweistellige Zahl von Menschen teilnahm.
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